Fussball
Concordia geht trotz 16 Abgängen selbstbewusst in die kommende Saison

Der FC Concordia steigt mit vielen neuen Gesichtern in die anstehende 1.-Liga-Saison. Abgänge von Leistungsträgern wurden unter anderem mit jungen Eigengewächsen kompensiert.

Alan Heckel
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Vergangenheit: Routinier Dominic Castelli (v.) hat Concordia verlassen. Junkov

Vergangenheit: Routinier Dominic Castelli (v.) hat Concordia verlassen. Junkov

Juri Junkov / Fotograf

Trotz 16 Abgängen will Reto Fluri von einem Umbruch nichts wissen. «Denn viele dieser Spieler sind in der vergangenen Saison kaum ins Gewicht gefallen», relativiert der Sportchef des FC Concordia. Deshalb bezeichnet er den Transfersommer seines Clubs als «ganz normale Geschichte».

Allerdings musste Fluri in den letzten Wochen neben dem aufstrebenden Besart Xhema, den es zu Wohlen in die Challenge League zog, auch routinierte Leistungsträger wie Marco Ammann, Dominic Castelli, Yannick Rahmen und Marc Tanner ersetzen. «Sie alle können aus familiären oder beruflichen Gründen nicht mehr viermal pro Woche trainieren und haben den Verein mit grosser Wehmut verlassen», berichtet der Sportchef.

Auf eigenen Nachwuchs setzen

Während andere 1.-Liga-Vereine mit der grossen Kelle anrührten, verpflichtete «Congeli» vorwiegend junge Spieler aus unteren Ligen und holte mehrere Junioren aus dem eigenen Nachwuchs ins «Eins». Die sportliche Führung des Basler Traditionsvereins ist überzeugt, dass Akteure wie Aleksandar Rmus (Laufen), Stefano Lucchi (Arlesheim) oder Jeton Abazi (Aesch) auch eine, zwei oder drei Etagen höher funktionieren können. «Wir haben diese Leute ja nicht einfach geholt, weil sie nicht schlecht sind. All unsere Neuen sind Perspektivspieler mit viel Potenzial», erklärt Fluri und erwähnt neben den fussballerischen Fähigkeiten die «gedankliche Schnelligkeit», welche die 13 Zuzüge mitbringen.

Anspruchsvolle Philosophie

Diese ist auch nötig, denn die Spielidee von Trainer Peter Schädler ist ziemlich anspruchsvoll. Schneller, technisch guter Angriffsfussball mit viel Ballbesitz, der von einem zügigen kollektiven Rückzugsverhalten bei Ballverlusten abgelöst wird. Der Sportchef will die Vorbereitungsphase zwar nicht überbewerten, glaubt aber, dass die Neuzugänge mittlerweile das System des Trainers verinnerlicht haben. «Ich bin überzeugt, dass es in der Meisterschaft funktionieren wird.»

Aus den Vollen schöpfen

Welche neuen Gesichter heute um 16 Uhr beim Saisonauftakt auf dem Buschweilerhof gegen die Black Stars im «Congeli»-Dress auflaufen, kann Reto Fluri nicht beantworten: «Der Trainer weiss viel besser, wer parat ist.» Bis auf den verletzten Yannick Guye kann Peter Schädler aus den Vollen schöpfen. Zudem ist es möglich, dass sich das Kader in den nächsten Wochen noch vergrössert. Der Sportchef ist noch an «ein, zwei erfahrenen Spielern» dran.

Ein offizielles Saisonziel hat der FC Concordia nicht ausgegeben. «Bei dem Geld, das die Konkurrenz investiert hat, kann ich aber schlecht hinstehen und sagen, dass wir ganz vorne mitspielen wollen», schmunzelt Fluri, der seinem Team einen Platz im Mittelfeld zutraut. Nach einer kurzen Denkpause korrigiert er sich: «Die Mannschaft hat Qualität für einen Platz im vorderen Mittelfeld.»