Fussball
Concordia watscht den FC Liestal im Derby ab – 5:0 zum Wiederbeginn

Der Leader lässt die Muskeln spielen. Congeli zeigt im Derby der 2. Liga interregional von Beginn weg, wer Herr im Ring ist. Zur Pause steht es bereits 3:0.

Alan Heckel
Merken
Drucken
Teilen
9360178_2
6 Bilder
Impressionen vom Match
9360233_2
9360177_2
9360372_2
9360374_2

9360178_2

Juri Junkov

Es gibt angenehmere Aufgaben, als im ersten Spiel beim souveränen Tabellenführer anzutreten. Enzo Meo wähnte sich wohl in einem Alptraum, als nach nur sieben Minuten ein 2:0 für den FC Concordia auf der Anzeigetafel aufleuchtete. «Wir haben die ersten 20 Minuten völlig verschlafen», ärgerte sich der neue Trainer des FC Liestal.

Sein Antipode Peter Schädler lobte derweil seine Elf für die Startphase: «Wir waren sehr effizient.» Doch nicht nur das: Auch in punkto Tempo, Spielwitz und Präzision war der Favorit zu Beginn eine Klasse besser und führte verdient. Daniel Stucki hatte eine Freistossflanke Yannick Rahmens ins Tor geköpfelt (2.) und Yunus Koç war zur Stelle, als FCL-Goalie Sascha Wieland einen Schuss David Sprecher nach vorne abklatschen liess (7.).

Nach 20 Minuten liess Meo seine Aussenspieler Michael Eggenberger und Naser Kurtaj die Seiten wechseln und leitete damit einen Umschwung ein. Liestal griff nun höher an, provozierte Ballgewinne tief in der Hälfte Concordias und kam mehrfach aus guter Position zum Abschluss. «In dieser Phase hat man gesehen, dass es das erste Spiel nach der Winterpause war. Uns hat die Stilsicherheit gefehlt», erklärte Schädler und will mit seinem Team in den nächsten Tagen daran arbeiten.

Weil aber Beat Bieri (22., 28.), José Blanco (39.) und Eggenberger (41.) bei ihren Chancen die nötige Präzision vermissen liessen, verpassten es die Gäste, sich für ihre Leistungssteigerung zu belohnen. Besser machte es das Heimteam, das in dieser Zeit nur einmal aufs Tor schoss. Captain Rahmen liess bei seinem Freistoss aus fast 30 Metern Wieland keine Abwehrchance (37.).

Rahmen war unmittelbar nach dem Seitenwechsel für die endgültige Entscheiduung besorgt, als er einen zu kurz geratenen Rückpass Kurtajs erlief und zum 4:0 traf. Liestal liess sich zwar bis zum Schluss nicht hängen, legte aber weiterhin nicht jene Kaltblütigkeit an den Tag wie der Leader, bei dem Koç einen schönen Konter mit dem 5:0 abschloss (60.).

«Ich bin sehr zufrieden. Wir wissen jetzt, wo wir stehen», bilanzierte Peter Schädler nach Spielschluss. Er sagte aber auch, «dass wir bis am Ende nicht nachlassen dürfen, denn mit Xamax haben wir einen gefährlichen Gegner im Nacken».

Die Romands gastieren nächsten Samstag in Liestal, wo auf Enzo Meo viel Arbeit wartet. Dennoch war der FCL-Trainer nicht komplett unzufrieden mit dem Auftaktmatch: «So komisch das nach einer verdienten 0:5-Niederlage klingt, wir haben auch einiges richtig gemacht.» Er erwähnte die Aggressivität und Laufbereitschaft, die zu vielen Ballgewinnen und «zehn guten Chancen» geführt hatte. Für das Xamax-Spiel fordert er nun, «dass wir die eine oder andere Möglichkeit verwerten».