Basel Cup

Congeli siegt zum dritten Mal in Serie, dabei lag der Gegner lange vorn

Der FC Concordia Basel setzt sich im Basler Cupfinal gegen den FC Pratteln mit 4:2 durch. Auch bei den Frauen, Junioren und Senioren stehen die Basler Cupsieger fest.

Am Ende waren sich alle einig, dass das bessere Team triumphiert hatte. Dennoch ärgerte man sich beim FC Pratteln darüber, den Favoriten nicht stärker in Bedrängnis gebracht zu haben. «Wir hätten zur Pause auch höher als 1:0 führen können», meinte Trainer Yves Kellerhals. Und Abwehrchef Kevin Haugg fand: «Wenn wir den Vorsprung nach dem Seitenwechsel etwas cleverer und länger verteidigt hätten, wäre Congeli sicher nervös geworden.»

In der ersten Halbzeit hatte der Aussenseiter leichte Vorteile gehabt. Die Führung der Gelbschwarzen durch Alex Costa, der nach 35 Minuten einen mustergültigen Angriff via Riccardo Costanzo (Schnittstellenpass) und Emre Findik (Hereingabe) abgeschlossen hatte, war verdient. Das sah auch Rishi Suhanthan so und ging mit einer Equipe hart ins Gericht: «Das war nicht der FC Concordia, den man in den ersten 45 Minuten gesehen hat.»

In der Pause nahm der Concordia-Trainer mit der Hereinnahme von Bojan Saponja den entscheidenden Wechsel vor. Der grossgewachsene Stürmer aus Pratteln war im letzten Moment aus der Startelf geflogen, weil Suhanthan mit Routinier Gleison Silva das Mittelfeldzentrum zusätzlich stärken wollte. Wegen des Rückstands und weil FCP-Mittelfeldmotor Michele Minni bereits in der 19. Minute den Platz verletzt verlassen hatte, korrigierte er diese Massnahme.

Mit Saponja als «Zielspieler» für die schnellen Aussen Mike Castro und Xhafer Delija wirkten die nun in einem 3-4-3 agierenden Basler deutlich stilsicherer. Und im Gegensatz zur regionalen 2.-Liga-Meisterschaft, als man dem FC Bubendorf den Vortritt lassen musste, brachte der grosse Favorit seine Qualität jetzt auf den Platz. Zwei Kopfball-Tore nach von Captain Florent Pepsi getretenen Standards durch Luca Müller (50.) und Saponja (58.) läuteten den Umschwung an. «Dieser Doppelschlag hat wehgetan», gestand Kellerhals.

Nach Saponjas zweitem Treffer (80.) erhöhte das Heimteam das Risiko und wurde mit dem 2:3 durch Carmelo Fontana belohnt (85.). In der Nachspielzeit kam es sogar zu einer letzten heissen Szene vor Congeli-Keeper Armend Jusufi, doch im Gegenzug schloss Arthur Akong einen Konter mit dem 2:4 ab. Er war ebenso wie Ruben Kotlar, der Passgeber zum 1:3, eingewechselt worden.

Nachdem Rishi Suhanthan bereits als Spieler und Assistenztrainer den Basler Cup gewonnen hatte, durfte er nun erstmals als Cheftrainer die Trophäe entgegen nehmen. «Ein geiles Gefühl», grinste der 33-Jährige, der nächste Saison beim FC Laufen an der Linie stehen wird.
Mit 1020 Zuschauern war die Sandgrube beim Cupfinal der Aktiven sehr gut besucht. Doch auch alle anderen Endspiele fanden vor schöner Kulisse statt. Die 500 Leute, die am Freitagabend die Finals der Senioren 30+ und 40+ besuchten, bedeuteten sogar einen Rekord.

Streller fehlt bei Cupsieg seiner Senioren

Sie bekamen zu sehen, wie der ohne Alex Frei, Marco Streller und Daniel Stucki angetretene 30+-Favorit SC Dornach (mit Matias Delgado) gegen einen starken SC Binningen nach einem torlosen Remis erst im Penaltyschiessen triumphierte. Deutlich klarer war der 40+-Final zwischen den Black Stars (mit Hakan Yakin und Samir Tabakovic) und den Dornachern, der mit 5:0 an die Schwarzsterne ging.

Für das höchste Resultat waren aber die U19-Juniorinnen des FC Concordia besorgt, welche den FC Rheinfelden gleich mit 8:0 bezwangen. Alle anderen Finals waren spannende Angelegenheiten. Bei den Frauen triumphierten die Basler New Stars mit 2:0 über Rheinfelden, bei den C-Junioren entschied der FC Liestal das torreichste Spiel des Wochenendes gegen den SV Muttenz mit 5:4 für sich.

Neben dem FC Concordia durfte auch der andere Basler Ausbildungsverein zweimal den Pokal stemmen: Der BSC Old Boys gewann den B-Junioren-Final gegen Bubendorf mit 3:1 und setzte sich im A-Junioren-Endspiel nach zwischenzeitlichen 2:3-Rückstand noch mit 5:3 gegen Congeli durch. Die endgültige Entscheidung in diesem hochklassigen, dramatischen Match fiel dabei erst in der 94. Minute.

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