Tennis

Corinne Gerber wird überraschend kantonale Hallentennismeisterin

Die R5-klassierte Corinne Gerber setzt sich im Final in drei Sätzen mit 4:6, 6:0, 6:2 durch.

Die R5-klassierte Corinne Gerber setzt sich im Final in drei Sätzen mit 4:6, 6:0, 6:2 durch.

Die Lokalmatadorin Corinne Gerber siegt bei den Tennis-Hallenmeisterschaften beider Basel in Sissach. Die R5-Spielerin des TC Sissach ging als Aussenseiterin in den Final und siegte überraschend in drei Sätzen gegen die R3-Spielerin Bettina Berger.

Der Höhepunkt der Hallenmeisterschaften stand auf dem Programm. Mit den Spielen der höchsten Kategorien fand das Turnier sein Ende. Bei den Frauen fand sich die R5-Spielerin Corinne Gerber überraschend der auf eins gesetzten R3-Spielerin Bettina Berger im Final gegenüber. In einem packenden Dreisätzer konnte sich die Aussenseiterin mit 4:6, 6:0, 6:2 durchsetzen.

Überraschender Sieg

«Das habe ich überhaupt nicht erwartet», sagte Gerber nach dem Spiel. «Ich hatte nichts zu verlieren, konnte locker aufspielen – und im zweiten Satz begann mir dann auch noch alles zu gelingen, was ich versuchte.» Die Sandspielerin gewann zwar auch im letzten Jahr schon einmal ein Hallenturnier, freute sich über den Sieg in den Kantonalen Meisterschaften aber noch mehr.

Bei den Männern hingegen dauerte das Endspiel nicht so lange. Der Aussenseiter Kevin Heller (R5) zeigte im Verlauf des Turniers zwar tolle Leistungen – beispielsweise mit der Eliminierung des drei Stufen über ihm klassierten Tobias Rebmann –, hatte gegen Marc Zimmermann (R2) aber überhaupt keine Chance und verlor 3:6, 0:6.

Pech für die Organisatoren

Die Freude der Sieger war gross, diejenige der Organisatoren hingegen etwas gedämpft. Aufgrund einer tieferen Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr wurden selbst die höchsten Kategorien durch eher tiefe Klassierungen gekennzeichnet. Vor allem bei den Männern war diese eine Kategorie tiefer als geplant. Wegen mangelnder Anmeldungen mussten insgesamt drei Einzelkategorien abgesagt werden, ausser den Topspielern bei den Männern mussten auch noch zwei Senioren-Turnierbäume gestrichen werden.

«Grösstenteils ist das wohl einfach Pech», meint Fritz Brenzikofer vom Organisationskomitee Tennis Tournament Organisation Team (ttOt). Im Vorjahr war das Elite-Tableau mit 15 Spielern – davon vier N-Klassierte – sehr gut besetzt gewesen. Es gibt viele Faktoren, die dazu beigetragen haben könnten, dass es dieses Jahr nur drei Anmeldungen gegeben hat.

Zufrieden trotz Abwesenheit nationaler Grössen

Auch gab es im vergangenen Jahr noch mehr Teilnehmer, da an der diesjährigen Austragung nicht unter der Woche gespielt werden konnte. Dennoch mussten die Organisatoren sogar einige Interessierte ablehnen. «Ein paar Kategorien mussten zwar abgesagt werden, andere waren dafür überfüllt – im Bereich des Breitensports ist das Turnier immer noch der grösste regionale Hallenanlass», so Brenzikofer.

Trotz der Abwesenheit von nationalen Spielern war das «ttOt» sehr zufrieden mit dem diesjährigen Event. «Vielleicht müssen wir uns in Zukunft mehr auf den Breitensport fokussieren», sagt Fritz Brenzikofer. «Das ist sicher eine Überlegung wert. Trotzdem war das ein sehr gelungenes Turnier.»

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