Tennis

Cristian Villagran schafft den Turnier-Hattrick in Basel

Seriensieger in Basel: Cristian Villagran.

Seriensieger in Basel: Cristian Villagran.

Der Argentinier mit Wohnsitz in Neuchâtel gewinnt das 9. Crossklinik Tennis Open im Final mit 6:3 und 6:4 gegen Raphael Lustenberger. Bei den Frauen setzt sich die Bulgarin Alexandrina Naydenova im Final klar mit 7:5, 6:1 gegen Iryna Bremond durch.

Auf dem Center Court lieferten sich Cristian Villagran (31) und der Innerschweizer Raphael Lustenberger (24) ein Finalspiel, das allerbeste Tenniskost bot. Der Südamerikaner, der zu seiner besten Zeit im ATP-Ranking auf Platz 180 klassiert war, stand zum vierten Male im Endspiel dieses Turniers. Ihm gegenüber stand ein Widersacher, mit dem niemand gerechnet hatte. Sicher, Raphael «Lusti» ist kein Unbekannter, noch immer die Nummer 14 der Schweiz. Seine Profikarriere gehört jedoch der Vergangenheit an, heute arbeitet der Ebiker zu 100 Prozent im Sportmarketing.

Sieg für die Familie

Die Nummer 9 des Turniers forderte dem top gesetzten Argentinier alles ab. Doch die «Big Points» machte meist Villagran, der vier Matchbälle brauchte, bis er mit 6:3 und 6:4 die Partie für sich entschieden hatte. Es ist der dritte Turniersieg in Folge für den zweifachen Familienvater. «Diesen erneuten Erfolg in meinem Wohnzimmer widme ich meiner Frau und den beiden Jungs.» Schliesslich ist im Couvert ein feines Preisgeld; «das Leben in der Schweiz ist für eine junge Familie teuer», erklärte der gut gelaunte Sandplatz-Spezialist nach Matchende.

Naydenova siegt bei den Frauen

Vorgängig hatten sich im Frauen-Endspiel Alexandrina Naydenova und Iryna Bremond gegenübergestanden. Die als Nummer 2 gesetzte Naydenova siegte klar in zwei Sätzen (7:5, 6:1). Naydenova, immerhin im Weltranking die WTA-Nummer 264, hatte es aus einem guten Grund eilig. Kaum war das Endspiel vorbei, packte sie ihre Sachen und wurde zum Euro-Airport chauffiert. Dort ging ihr Flieger in Richtung Casablanca. «Ich spiele ab Montag ein 25,000-Dollar-WTA-Turnier in Marokko», so die Bulgarin. Im Halbfinale schied die top gesetzte Timea Bacsinszky aus. Die Schweizerin hat ihre Profikarriere beendet und lässt sich nun zur Hotelfachfrau ausbilden.

Nächstes Jahr die Jubiläumsausgabe

Das Crossklinik-Turnier hat sich zu einem ganz feinen Event gemausert. Alle Spieler sind ob der Abwicklung und Organisation des Turniers begeistert. Beeindruckend die Leistungsdichte an Spitzenspielern. «Heuer konnten wir nicht jeden N2-Spieler setzen», erklärten die Turnierveranstalter Kurt und Steven Schudel mit berechtigtem Stolz.

Und kaum war der letzte Ball gespielt, gaben bereits die meisten Spitzenspieler ihre Zusicherung für die nächstjährige Jubiläumsausgabe.

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