Pferdesport

CSI-Vize-Präsident Socin: «Wir machen hier nicht Schickimicki»

Volles Haus, Spitzensport, gesellschaftlicher Treffpunkt: Der CSI hat seinen Platz im Kalender gefunden. Wie lange noch, ist eine andere Frage.Stuppia

Volles Haus, Spitzensport, gesellschaftlicher Treffpunkt: Der CSI hat seinen Platz im Kalender gefunden. Wie lange noch, ist eine andere Frage.Stuppia

Der CSI Basel überlässt Show und Glamour der Konkurrenz wie dem CSI Zürich. Selbst setzt er weiter auf die Karte Sport. Dies schätzen auch die Reiter, wie zum Beispiel Ludger Beerbaum.Trotzdem ist die Zukunft des CSI ungewiss.

Gesellschaftlich hat der CSI Basel erstaunlich schnell Tritt gefasst. In seiner vierten Austragung hielt die beliebte White Horse Loge der Nachfrage nicht mehr Stand. Auf der gegenüberliegenden Seite errichteten die Organisatoren zusätzlich den Black Horse Club. Rund 600 Personen verfolgten von den erlesenen Sitzen die Prüfungen und liessen sich die Zeit mit erlesenen Gaumenfreuden ver-
schönern. Das Erlebnis hatte seinen Preis: Pro Person kostete das Vier-Tage-Package rund 1000 Franken. Im Vergleich zur Konkurrenz in Zürich handelt es sich dabei um humane Beträge.

Vergleich Zürich - Basel hinkt

Der Vergleich zum CSI im Hallenstadion, der in zwei Wochen in stattfindet, hinkt ohnehin. In Zürich setzt man neben den Prüfungen seit Jahren auf Show, Glamour und eine umfangreiche Expo. Das Drei-Säulenkonzept. Entsprechend hoch sind die Zuschauerzahlen. Während Basel in diesem Jahr mit 18000 Besuchern einen Rekord verzeichnen konnte, strömen an drei Tagen durchschnittlich gegen 35000 Zuschauer in den grössten Schweizer Sporttempel.

Hauptsponsor Christoph Zuber und OK-Präsident Willy Bürgin ziehen Bilanz.

Hauptsponsor Christoph Zuber und OK-Präsident Willy Bürgin ziehen Bilanz.

Eingeschlagenen Kurs beibehalten

«Das ist ein Merkmal unserer Veranstaltung. Die breite Öffentlichkeit nimmt den CSI noch nicht wahr», stellt Christoph Socin fest. Für den Vize-Präsidenten gibt es aber keinen Grund, deswegen eine andere Veranstaltung zu imitieren und vom eingeschlagenen Kurs abzuweichen. «Wir setzen hundertprozentig auf den Sport, auf eine perfekte Organisation und nicht auf Schickimicki», betont Socin. Sozusagen den Ritterschlag in Sachen Wertschätzung erhielten er und seine Kollegen von Ludger Beerbaum. Der Deutsche mit langjähriger Erfahrung verteilte den Baslern auf einer virtuellen Skala 98 von möglichen 100 Punkten.

Zürich mit höherem Promifaktor

Weil der Promifaktor am CSI Zürich entsprechend hoch ist, erscheinen am Event renommierte Magazine wie «Glanz und Gloria» oder die «Schweizer Illustrierte» und berichten aus der schillernden Welt. Ottmar Hitzfeld, Ed Moses, Edith Hunkeler oder Murat Yakin stehen regelmässig im Blitzlichtgewitter.

Mehr Sportveranstaltung denn Event

In Basel gibt sich die regionale Prominenz die Ehre. Regierungsräte, Grossräte und – Murat Yakin tauchten in der St.Jakobshalle auf. Die Aufregung über deren Erscheinen hielt sich indessen in Grenzen. «Wir sind weniger ein Event, als vielmehr eine Sportveranstaltung», stellt Christoph Socin klar.

Wie lange noch?

Wie lange Basel die Reit-Insider noch verwöhnen wird, weiss auch Socin nicht. Der Vertrag mit dem Hauptsponsor läuft noch für ein Jahr. Der CEO von H. Moser & Cie, Christoph Zuber liess sich zur Strategie nicht in die Karten blicken. «Unser Entscheid fällt nach rein betriebswirtschaftlichen Kriterien.»

Vorfreude aufs Jubiläum

Christoph Socin lässt sich trotz der unsicheren Zukunft nicht aus der Ruhe bringen. Nächstes Jahr feiern wir auf jeden Fall ein Jubiläum.» Ein starkes Zeichen aus dem Umfeld haben die Basler jedenfalls erhalten. Die LGT Bank verlängerte ihre Partnerschaft um drei weitere Jahre.

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