Es war ein sichtlich nervöser Start, den die Basketballer von CVJM-Birsfelden an den Tag legten. Beinahe alle der ersten sicher geglaubten Korbleger verfehlten ihr Ziel, ganz zum Ärger von Trainer Pascal Donati: «Ein Korbleger ist zu 90% ein Treffer.» Doch auch die favorisierten Lausanner schwächelten im Abschluss, und so entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel.

Keine guten Schiris in der 1. Liga

Ausgeglichen und zudem äusserst hektisch. Coach Donati tigerte immer wieder wutentbrannt die Seitenlinie entlang und lieferte sich Wortgefechte mit dem Schiedsrichter. «Ich habe gerne harte Spiele, aber dann erwarte ich vom Referee auch eine gewisse Linie. Mittlerweile haben wir aber akzeptiert, dass es in der 1.-Liga keine guten Schiedsrichter gibt.»

Cevi kam nach der verschlafenen Startphase immer besser ins Spiel und konnte bis zur Halbzeit ein 27:27 halten. Danach folgte das leider schwächste Cevi-Viertel des Spiels, mit vielen Fehlern in der Offensive und unkonzentrierten Abschlüssen. Weitaus sicherer traten die Lausanner auf, die ihre Führung auf acht Punkte ausbauen konnten.

Gereizte Waadtländer

Trotzdem schienen die Romands gereizt ob der ansprechenden Leistung der Birsfelder, was sich immer wieder in versteckten Unsportlichkeiten äusserte. Der Lausanner Vorsprung blieb bis Mitte Schlussviertel konstant, ehe Cevi nochmals aufdrehte und auf 46:49 verkürzte. Nun stand auch Donati wieder von seinem Stuhl auf und schöpfte, wie sein gesamtes Team, nochmals Hoffnung.

Und tatsächlich: Wenige Sekunden vor Schluss stand es 52:54 und ein Wurfversuch der Gegner landete am Ring. Beide Teams kämpften unter dem Korb verbissen um den Rebound, gleich mehrmals wechselte der Ballbesitz und die Hoffnung der Zuschauer auf einen schnellen Gegenzug war förmlich zu spüren, bis sich letztlich ein Romand den Ball schnappen konnte und vorentscheidend zum 56:52 traf.

Noch ist nichts vorbei

So war Trainer Donati nach dem Spiel zwar enttäuscht, aber dennoch zuversichtlich: «An der Defensive hat es heute nicht gelegen. Wir haben einem starken Gegner gerade einmal 58 Punkte zugestanden.» Vor allem von einigen Offensiv-Akteuren hätte er sich aber mehr erhofft: «Schützinger ist ein 20-Punkte-Mann. Heute hat er kein einziges Mal getroffen und hat praktisch nichts gemacht.»

Sollten er und seine Kollegen bis zum nächsten Samstag wieder zur gewohnt starken Form finden, so sei ein Weiterkommen aber durchaus realistisch. Dafür brauchte Cevi einen Sieg mit mehr als fünf Punkten Unterschied.