Der Vorstand des NKL unterstützt die Strategie des Schweizerischen Turnverbandes, junge, eigene Trainer zu fördern. Er hat deshalb entschieden, Daniel Groves, der schon seit mehr als sieben Jahren als Trainer in Liestal tätig ist, als neuen Cheftrainer per 1. Juli mit einem 100-Prozent-Pensum einzusetzen. Vorstand und Geschäftsleiter Thomas Rutishauser freuen sich, dem 34-Jährigen diese Chance geben zu können.

Wunsch ist früh in Erfüllung gegangen

Gleich bei der Bekanntmachung seines Rücktritts vom Spitzensport am 8. November 2011 sagte Groves: «Ich will dem Kunstturnen treu bleiben und meine Erfahrungen an junge Turner weitergeben und gerne als Trainer in der Schweiz Fuss fassen. Ich bin gespannt, was die Zukunft für mich bereithält.» Schneller als erwartet war sein Wunsch in Erfüllung gegangen. Daniel Groves hat seine Trainertätigkeit am 3. Januar 2012 am NKL aufgenommen.

Seither hat er in mehreren Lehrgängen seine Berufsausbildung abgeschlossen und als «Dessert» dieses Jahr mit dem Diplomtrainerlehrgang begonnen. Dies ist für jene ohne Sportstudium die höchste Ausbildungsstufe und ist vergleichbar mit einer höheren Fachprüfung.

Höhepunkte und eine unerfüllte Erwartung

In seiner bisherigen Tätigkeit trainierte Groves zuerst die ältesten- und die jüngsten Turner. «Momentan bin ich nur noch für die Turner in den Programmen 5 und 6 verantwortlich. Dies unter anderem, weil das individuelle Planen der Karrieren und die Trainings einzelner Athleten sehr viel Zeit beansprucht.»

Als Höhepunkte nennt Groves zwei aktuelle Ereignisse: «Die sechs Medaillen von Jan Imhof an den Schweizer Junioren-Meisterschaften im Programm 5 und die Bestätigung drei Wochen später mit dem Sieg am Eidgenössischen Turnfest in Aarau.» Weitere Glanzpunkte waren die Diplomgewinne von Silas Kipfer an den Junioren-Europameisterschaften 2014 in Sofia und ein Jahr später am European Youth Olympic Festival in Tiflis.

Nach diesen internationalen Erfolgen gönnte sich Kipfer eine Pause, kehrte aber nicht mehr zurück und beendete seine Karriere. Groves bedauerte damals diesen Schritt sehr, stand doch für Kipfer die Tür Richtung Magglingen und Nationalkader weit offen.

Neue Rolle als Cheftrainer

Seit der Ernennung zum Cheftrainer Männer am NKL macht sich der in Roggliswil (LU) wohnhafte Daniel Groves täglich darüber Gedanken, wie er das Zentrum führen möchte.

«Ich habe einige Ideen entwickelt, die ich einbringen möchte oder schon auf den Weg gebracht habe. Ziel ist es, eine Kultur im Leistungszentrum zu entwickeln, die das Beste aus den Athleten sowie aus den Trainern herausholt. Die Kinder sollen Freude am Kunstturnen entwickeln und von uns an das Eliteturnen herangeführt werden.»