Laufen
Daniel Schläpfer läuft in einer anderen Liga

Der Titel eines kantonalen Geländelaufmeisters beider Basel geht an Daniel Schläpfer aus Eptingen. Der 47-Jährige lief die neun Kilometer vom Start weg an der Spitze und wiederholte damit seinen Sieg aus dem Jahr 2008.

ulrich fluri
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Sieger Daniel Schläpfer aus Eptingen (Nr. 80) beim Start. fluri

Sieger Daniel Schläpfer aus Eptingen (Nr. 80) beim Start. fluri

Solothurner Zeitung

Bereits nach dem ersten von drei Zieldurchgängen war die Frage nach dem nachmaligen Sieger beantwortet. Auf dem anspruchsvollen Rundkurs setzte sich Daniel Schläpfer sofort an die Spitze und war für seine Gegner schon bald nicht mehr in Sichtweite. Nach einem einsamen Sololauf distanzierte er den zweitplatzierten Manfred Probst aus Mümliswil in der Siegerzeit von 33:05,7 um rund zweieinhalb Minuten – ein Rückstand der sowohl Schläpfers Klasse als auch das Unvermögen der Konkurrenz in grosser Deutlichkeit widerspiegelt. «Schade, dass mir niemand ernsthaft gefolgt ist, so bin ich halt einfach mein Tempo gelaufen», gab sich der Sieger im Ziel bescheiden.

Spannende Frauenrennen

Auf der selektiven Strecke im prächtigen Laufgelände oberhalb von Diegten setzten sich die meisten Sieger sowohl auf den Kurz- wie auf den Langdistanzen jeweils mit klarem Vorsprung durch. Das ging zwar etwas auf die Kosten der Spannung, machte aber deutlich, dass kantonale Meisterschaften nicht von der Elite, sondern von der breiten Masse getragen werden.

Und da sorgten die 275 Startenden insbesondere bei den Schülerkategorien für grossartige Stimmung. Viel Spannung sodann auf der Kurzdistanz (drei Kilometer) des Frauenrennens. Die 18-jährige Sonja Schneider vom LC Fortuna hat dabei mit ihrem Sieg über die Eliteläuferin Magdalena
Mäder vom SC Diegten die an den Schweizer Hallenmeisterschaften über 1000 Meter erkämpfte Bronzemedaille eindrücklich bestätigt.

Vizeweltmeisterin am Start

Für etwas internationalen Glamour sorgte die letztjährige Duathlon Vize-Weltmeisterin Jacqueline Uebelhart auf der Langdistanz (neun Kilometer) bei den Frauen. Die 36-jährige Topathletin aus Aarwangen versuchte schon früh, die Maispracherin Bettina Steiger abzuschütteln, übernahm sich dabei und musste in der Schlusssteigung der letzten Runde ihre engste Rivalin vorbeiziehen lassen. Schlussendlich gewann Steiger mit einem Vorsprung von 17 Sekunden.