In den vier Meisterschaftsspielen der laufenden Saison ging bisher weder der SC Dornach (drei Unentschieden, eine Niederlage) noch der FC Allschwil (zwei Remis, zwei Misserfolge) als Sieger vom Platz. «Die Spannung ist gross, die Mannschaft hat sich viel vorgenommen», sagte Dornach-Trainer Marcel Hottiger vor dem für beide Teams wegweisenden Derby.

Vater gegen Sohn

Spannend war auch die Gegebenheit, dass im Tor der Allschwiler mit Marco Schmid der Sohn von Reinhard Schmid, dem Dornacher Mitpräsidenten, stand. «Es nervt ein Spürchen mehr, wenn der Vater gewinnt», äusserte sich Marco Schmid nach der 1:4-Niederlage seiner Mannschaft, die in Dornach eine lobenswerte Leistung zeigte und über weite Strecken spielbestimmend war.

Eine unnötige Niederlage

«Das Spiel ist gegen uns gelaufen, so wie es in den vergangenen Partien immer wieder der Fall war», kommentierte Sohail Bamassy die vom Spielgeschehen her keineswegs zwingende Niederlage. Der Allschwiler Übungsleiter sprach dabei eine Szene an, die seine Spieler bis zur Halbzeitpause im Kopf hatten und die Einfluss auf das weitere Geschehen nahm. In der 14. Minute zirkelte Fidel Tato den Ball ins Lattendreieck. Die Gäste bejubelten den vermeintlichen Führungstreffer, der aber vom Schiedsrichter wegen angeblichem Abseits nicht gegeben wurde. Die Dornacher reagierten, leiteten sofort den Gegenstoss ein, und Yannik Krizoua erzielte mit einem platzierten Schuss in die untere Torecke den Führungstreffer für das Heimteam.

Mustergültig effizient

Wiederum Krizoua, der nach einem langen Zuspiel von Gleison da Silva den Ball wunderbar ins hohe Eck schlenzte und Cihad Kahraman nach einem Eckball erhöhten das Skore auf 3:0. «Wir waren gnadenlos effizient», bezeichnete Dornach-Sportchef Patrick Manz die Phase, in welcher das Heimteam den Grundstein zum Erfolg legte.

Lücken in der Abwehr

Doch auch der Dreitore-Vorsprung liess nicht verbergen, dass das Team von Marcel Hottiger im Abwehrverhalten noch enorme Mängel in der Abstimmung hat. Immer wieder brannte es vor Torhüter Nikola Veselinovic lichterloh, hinten taten sich erstaunliche Lücken auf.

«Uns fehlt das Erfolgserlebnis», liess Bamassy zum Abschnitt wissen, als die Gäste nach dem Anschlusstreffer von Alexandre Lanclas drauf und dran waren, das Spiel zu drehen. Die beste Tormöglichkeit vergab dabei Jonas Käser, der aus kurzer Distanz das Spielgerät über das Torgehäuse schmetterte.

Wichtiger Arbeitssieg für Dornach

In der 75. Minute war dann der stark spielende Krizoua Ausgangspunkt des entscheidenden vierten Dornacher Treffers, den Gleison da Silva nach einem Konterangriff erzielte. «Es war ein Arbeitssieg, wir haben Moral gezeigt und der Erfolg ist für uns alle wichtig», liess Hottiger zu den drei Punkten wissen.