Eishockey

Dank frühem Tor: Der EHC Basel gewinnt gegen Wiki-Münsingen mit Mini-Sieg

Mit vereinten Kräften hielt der EHC Basel den eigenen Kasten rein.

Mit vereinten Kräften hielt der EHC Basel den eigenen Kasten rein.

In einem spannenden und umkämpften Spiel gewinnt der EHC Basel auswärts mit 1:0 gegen den EHC Wiki-Münsingen. Das Schlussresultat stand durch den Treffer von Elia Gröflin bereits nach sechs Spielminuten fest.

Nach dem Cuperfolg am letzten Dienstag in Adelboden spielte der EHC Basel gegen Wiki-Münsingen abermals im Kanton Bern, dieses Mal um wichtige Meisterschaftspunkte. Austragungsort war dieselbe Halle, in der Mitte Dezember die zweite Qualifikationsrunde im Cup gegen den EHC Freimettingen aus der 2.Liga stattfinden wird. Erstmals in dieser Saison kamen zwei Spieler des Partnerteams aus Olten mit Basler Vergangenheit zum Einsatz. Jérome Lanz absolvierte den Grossteil seiner Juniorenzeit bei Basel während Stéphane Heughebaert das Team bereits in der vergangenen Saison in dreizehn Spielen verstärkte.

Gröflin mit dem einzigen Treffer des Spiels

Basel startete sehr gut in die Partie und hatte in den ersten Minuten ein klares Chancenplus. Daher war die Führung nach sechs Minuten auch hochverdient. Gfeller sah den freistehenden Gröflin, der mit einem direkten Flachschuss Torhüter Zaugg bezwang. Mit zwei anschliessenden Strafen gab Basel dem Gastgeber seinerseits Möglichkeiten zum Torerfolg, das Spiel wurde im Verlauf des Drittels ausgeglichener. Der gut aufgelegte Haller im Tor der Basler war jedoch der gewohnt sichere Rückhalt. Somit konnte Basel nach einem ausgeglichenen Startdrittel den Mittelabschnitt mit einer knappen Führung in Angriff nehmen.

Kampf um jeden Meter

In diesem Mitteldrittel neutralisierten sich beide Mannschaften. Es wurde extrem viel Aufwand mit Störarbeit betrieben und um jede Scheibe gekämpft. Ein flüssiges Spiel mit schönen Kombinationen war kaum möglich. Gute Tormöglichkeiten erarbeitete sich Basel hauptsächlich im Powerplay wie durch Hunziker, Vogt oder Schir. Die Tormöglichkeiten für Wiki entstanden meistens, wenn dessen erste Sturmlinie um Best-Player Baumgartner auf dem Eis stand oder wenn den Baslern im Spielaufbau haarsträubende Fehlpässe unterliefen.

Heisse Schlussphase durch unnötige Strafen

Das Schlussdrittel absolvierte Basel nur noch mit drei Linien. Dort verpassten es die Basler den Sack früh zuzumachen. Bereits nach 10 Sekunden hatte Kiss das zweite Tor auf dem Stock, ebenso in der 46. Minute, als er den Puck nicht über die Torlinie brachte. Auch im Powerplay wurden mehrere Möglichkeiten erspielt, die den erwünschten Torerfolg aber nicht brachten.

Nach einem überlangen Einsatz der dritten Linie war EHC-Trainer Robert Othmann gezwungen in der 48. Minute sein Timeout zu nehmen. Es war der richtige Zeitpunkt, um den Spielern eine Verschnaufpause zu geben und den Druck der Berner zu brechen. Im nächsten Überzahlspiel hatte Baumgartner dennoch eine sehr gute Möglichkeit auszugleichen. Im Gegenzug konnte Schir direkt von der Strafbank auf Zaugg zulaufen, der Abschluss war jedoch zu direkt auf den Torhüter gezielt.

Die letzten Minuten hatten es dann nochmals in sich. Rund vier Minuten vor Schluss erhielt Basel die Möglichkeit in doppelter Überzahl zu spielen. Durch unnötige Strafen war der EHC dann plötzlich für 30 Sekunden in doppelter Unterzahl und musste unnötig zittern. Auch als die Gastgeber den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzten überstand Basel die Schlussoffensive schadlos und brachte den Sieg über die Zeit. Torhüter Haller gelang damit bereits sein dritter "Shutout" der Saison.

"Team First" im Hinterkopf

"Es war wichtig, dass wir die drei Punkte mitnehmen konnten", so der einzige Torschütze Elia Gröflin nach dem Spiel. "Es war ein körperlich hartes Spiel zweier gleichwertiger Teams, die bis zum Ende gekämpft haben." Sein Tor beschrieb er wie folgt: "Ich habe gewusst, dass ich frei bin. Leandro Gfeller bewies eine gute Überischt, in dem er den Pass perfekt zu mir spielte. Dann habe ich einfach abgedrückt." Auf die Frage, wie man unnötige Strafen wie am Schluss verhindern könne, appellierte er an die Gelassenheit: "In solchen Situation müssen wir ans Team denken und ruhig bleiben, also "Team First" im Hinterkopf haben."

Dieser Teamgedanke ist bereits wieder am nächsten Dienstag gefragt, wenn es um 20:15 Uhr zu Hause in der St. Jakob-Arena gegen den SC Lyss geht. 

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