Tischtennis

Dank Jiashun Hu im Nu zum Sieg - Kloten stand auf verlorenem Posten

Jiashun Hu absolvierte seinen zweiten NLA-Einsatz. Kenneth Nars

Jiashun Hu absolvierte seinen zweiten NLA-Einsatz. Kenneth Nars

Rio-Star Muttenz setzt sich im NLA-Duell gegen eine ersatzgeschwächtes Kloten ohne zu glänzen mit 6:2 durch.

Kaum hatte Jiashun Hu seinen 3:0-Erfolg über Marc Altermatt und damit den 6:2-Sieg des TTC Rio-Star Muttenz über den TTC Kloten perfekt gemacht, wurde das Parallelspiel zwischen Lionel Weber und Denis Bernhard abgebrochen. «Wenn ich ehrlich bin, war das Ganze nicht so prickelnd», fasste Karl Rebmann die Geschehnisse zusammen. Als indirekte Kritik an seinem Team waren die Worte des Rio-Star-Cheftrainers aber nicht gemeint: «Es gibt halt Tage, an denen man ein Spiel einfach heimwürgen muss.»

Daumen spielte nicht mit

Dass das Resultat so deutlich ausfiel, lag auch daran, dass Klotens Nummer 2, Denis Joset, wegen einer Verletzung am Daumen nicht antreten und in seinen zwei Einzeln w.o. geben musste. Die zwei Punkte für die Zürcher machte der Münchensteiner ex Rio-Star-Star-Spieler Altermatt in seinen Duellen gegen die Muttenzer Nachwuchstalente Weber und Maikel Sauer. «Marc spielte sehr gut und war sehr präsent», freute sich Rebmann für seinen ehemaligen Junior. Gar nicht erfreut hingegen war Lionel Weber nach der ersten Niederlage seiner Karriere gegen Altermatt. «Er wählte diesmal eine andere Taktik und ich konnte nicht reagieren», fasste der 16-Jährige die Fünf-Satz-Partie zusammen und gestand wenig überraschend: «Das ärgert mich schon ein wenig.»

Ohne Satzverlust

Für die Glanzpunkte aus Rio-Star-Sicht war Jiashun Hu zuständig gewesen. Der Chinese absolvierte seinen zweiten NLA-Einsatz der Saison – drei sind notwendig, in den Playoffs spielberechtigt zu sein – und bescherte seinem Landsmann Chengbowen Yang einen spielfreien Nachmittag. Hu leistete sich weder in den beiden Einzeln noch im Doppel an der Seite von Weber einen Satzverlust und agierte mit der von ihm gewohnten Klasse. Der 29-Jährige selbst beurteilte seine Auftritte allerdings etwas kritischer: «Tagsüber zu arbeiten und im NLB-Team zu spielen, ist etwas anderes, als ständig in der NLA anzutreten. Deshalb hat es zu Beginn etwas gedauert, bis ich mich wieder dem höheren Rhythmus anpassen konnte.»

Erfolg gibt Arbeit

In den nächsten Tagen wird Hu vornehmlich in seiner Funktion als Trainer tätig sein, um mit Weber und Sauer deren jüngste Niederlagen aufzuarbeiten. «Daraus können sie mehr lernen als aus einem Sieg», weiss er. Und auch Karl Rebmann versichert, dass beim NLA-Leader die Arbeit nicht weniger wird: «Nur weil man sich ein paar Titel ans Revers heften konnte, läuft es nicht einfacher. Im Gegenteil, der Appetit der Gegner steigt.»

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