Die Erleichterung unmittelbar nach dem Schlusspfiff war den Spielern, Staff und Zuschauern anzusehen. Der 2:1-Erfolg über den FC Köniz zauberte allen in gelbschwarz ein Lächeln ins Gesicht.

Trainer Aziz Sayilir gab zwar ein nüchternes „Im Abstiegskampf muss man seine Heimspiele gewinnen!“ zu Protokoll, doch auch er wirkte gelöster als gewohnt.

Die drei wichtigen Punkte hatten sich die Basler verdient. Sie waren zwar nach einer Viertelstunde durch einen Penaltytreffer Qendrim Makshanas in Rückstand geraten, brachten aber ab der 20. Minute – „Davor haben wir zu viele Bälle verloren“, so Sayilir – eine gute Leistung auf den Rasen.

Mag der Ausgleich durch Pascal Rietmann noch glückhaft zustande gekommen sein – der OB-Stürmer wurde von Köniz-Goalie Severin Keller bei der Spieleröffnung „abgeschossen“ (49.) –, so war Artan Shillovas Siegestor einfach nur wunderschön: Der Einwechselspieler nahm einen Ball mit der Brust an und hämmerte ihn aus 20 Metern volley via Innenpfosten in die Maschen (82.).

Überzeugender Auftritt der Old Boys

Doch nicht nur das Resultat stimmte bei den Old Boys, auch der Auftritt war überzeugend. Kein Weg war zu weit, kein Zweikampf wurde gescheut. Und wenn sich die Gäste doch einmal durchsetzen konnten, verhinderte Goalie Vilson Dedajs kluges Torhüterspiel oftmals, dass es zu brenzligen Situationen kam.

In der Vorwoche hatten die Gelbschwarzen ein 0:2 in Brühl aufgeholt gehabt. „Dadurch haben wir an mentaler Stärke gewonnen“, erklärte Trainer Sayilir, der den Auftritt in der Ostschweiz auch in der Halbzeitpause gegen Köniz ansprach: „Ich habe die Spieler daran erinnert und erwähnt, dass Köniz nicht so stark wie Brühl ist.“

Mit zuletzt sieben Punkten aus drei Partien befinden sich die Basler momentan im Aufwind. Dennoch sind sie zum Ende der Vorrunde unter dem Strich klassiert. „Unsere erste Saisonhälfte war nicht sehr gut. Uns fehlen sechs Punkte, die wir leichtfertig aus den Händen gegeben haben“, bilanzierte Aziz Sayilir.

Dennoch will er am nächsten Wochenende, wenn Leader Kriens zum Rückrundenauftakt in der Schützenmatte gastiert, mit seinem mental stärker gewordenen Team an die guten Auftritte der letzten Wochen anknüpfen. „Wir werden mit breiter Brust antreten – in diesem Spiel haben ohnehin nichts zu verlieren!“