FC Basel
Dank Steigerung im zweiten Durchgang: Der FCB schlägt Thun mit 3:1 und bleibt Leader

Der FC Basel wahrt auch im ersten Spiel nach der Länderspielpause seine Leaderposition. Das Team von Marcel Koller schlägt den FC Thun zuhause verdient mit 3:1. Verdient ist dieser Sieg aber nur, weil dem FCB im zweiten Durchgang eine klare Steigerung gelingt.

Julian Förnbacher
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Die Erleichterung ist gross: Der FC Basel gewinnt gegen Schlusslicht Thun gleich mit 3:1 und kann sich so die Tabellenführung weiterhin sichern.
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Trotz harzigem Start ist es am Schluss einmal mehr der FCB, der jubelnd vom Platz gehen darf, während Thun-Torhüter Guillaume Faivre alles andere als zufrieden ist.
Super League, 11. Runde, FC Basel - FC Thun (18.10.2019)
Er macht den Sack endgültig zu: In der 79. Minute trifft Luca Zuffi (l.) zum 3:1. Sein Tor feiert er gebührend mit Raoul Petretta.
Basels Arthur Cabral (M.) verbringt keinen allzu gemütlichen Abend. Mit Kenan Fatkic (l.) und Chris Kablan wird er gleich von zwei Thunern in die Mangel genommen.
Silvan Widmer (l.) duelliert sich mit Thun-Spieler Nias Hefti. Noch ist unklar, wer in diesem Zweikampf bald den Kürzeren zieht.
Dank einem Eigentor von Simone Rapp darf der FCB in der 72. Minute zum zweiten Mal an diesem Abend jubeln.
Basil Stillhart (l.) schaut ziemlich entgeistert aus der Wäsche, wenn Kevin Bua erst einmal loslegt.
Ist das noch Fussball? Chris Kablan (l.) und Silvan Widmer vollführen im Zweikampf eine komische Verrenkung nach der anderen.
Torhüter Jonas Omlin und Eray Cömert werden von Simone Rapp (v.l.n.r.) bezwungen: In der 67. Minute erzielt Rapp den Ausgleich zum 1:1 für den FC Thun.
Duell in luftiger Höhe: Arthur Cabral (l.) kämpft mit Thuns Roy Gelmi (r.) um den Ball.
Er kam, sah und traf: Kevin Bua (M.) sorgt dafür, dass die Tabellenführung vorerst bestehen bleibt. Dank seinem Freistoss darf der FC Basel in der 50. Minute endlich jubeln
Der Jubel aufseiten der Baseler ist gross, Thuns Goalie Guillaume Favire (r.) hat hingegen wenig zu lachen.
Alles klar Valentin Stocker? Wenn Nicola Sutter (M.) loslegt, gerät der FCB-Kapitän Stocker fast ins Schleudern.
Für Kevin Bua (l.) gibt es kein Durchkommen, Thuns Roy Gelmi bremst den FCB-Spieler gekonnt aus.
Nach einer torlosen ersten Halbzeit ruft die Pause. In diese geht der FC Basel mit 54% Ballbesitz, sechs Schüssen (Thun: 5) und vier Torschüssen (Thun:2).
Kurz vor der Pause flacht das Spiel ab. Die Chancen werden auf beiden Seiten rar, weder Basel noch Thun können ihre Angriffe ausspielen.
Die beiden Team schenken sich nichts, im harten Zweikampf geht Stefan Glarner (2.v.l.) vor Valentin Stocker (2.v.r.) zu Boden.
Basels Kevin Bua (r.) wird einmal mehr zum Gejagten, gleich zwei Thuner heften sich (erfolglos) an seine Fersen.
In der Startphase regnet es für den FCB Chancen im Minutentakt, doch der Ball will einfach nicht ins Tor. Das ärgert nicht nur Fabian Frei (v.).
Thuns Torhüter Guillaume Faivre hat mächtig viel zu tun, doch noch bleibt sein Kasten sauber.
Hier gibt es wohl kein Vorbeikommen: Basels Valentin Stocker (M.) beäugt das Tun von Stefan Glarner (l.) kritisch.
Die erste dicke Chance der Partie gehört eindeutig Kevin Bua (r.), daran kann auch Thuns Roy Gelmi nichts mehr ändern, der eindeutig zu spät aufkreuzt.
Doch zum Glück ist Torhüter Guillaume Faivre zur Stelle. Der Thuner Schlussmann befördert den Ball in letzter Sekunde aus der Gefahrenzone.
Ein guter Teamspirit und etwas Mut kann nie schaden - die Spieler des FC Thun schwören sich vor dem Spiel gegen Leader Basel ein.
Sein ganz persönliches Ritual zelebriert hingegen Basels Arthur Cabral (2.v.l.), der vor der Partie betet. Kevin Bua (r.) nimmt das Ganze wohl mit Humor.
Auf dem Papier ist eigentlich schon alles klar: Fabian Frei (r.) und der FC Basel gehen mit einer optimalen Ausgangslage in die Partie gegen Thun. Doch wird die Mannschaft ihrer Favoritenrolle auch gerecht?

Die Erleichterung ist gross: Der FC Basel gewinnt gegen Schlusslicht Thun gleich mit 3:1 und kann sich so die Tabellenführung weiterhin sichern.

Keystone

Das Spiel: Die Tabellenführung gewahrt

Der FCB bleibt Tabellenführer in der Super League. Diese acht Worte bilden die Quintessenz dieser Partie gegen den FC Thun. Gegen das kämpferische Schlusslicht hat das Team von Marcel Koller die Pflicht erfüllt und die Punkte zuhause behalten. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Denn zwischenzeitlich sah es nicht immer danach aus, als ob der FCB gegen die Berner Oberländer schadlos durchkommen würde.

So etwa nach dem Startfurioso der Basler, das mit einer Stocker-Grosschance in der 26. Minute endete. Davor hatte sich der FCB einige Möglichkeiten erspielt, um gegen den Underdog aus dem Berner Oberland früh in Führung zu gehen. Das gelang Basel nicht - auch, weil Faivre im Thun-Tor einen Sahnestart erwischte.

Der FC Thun wurde mit Fortdauer der Partie stärker, hielt den FCB von seinem Tor fern, setzte dabei aber kaum einmal selbst Akzente. Einen Volley-Hammer von Tosetti mal ausgeklammert. Entsprechend schleppend verlief das Spiel bis zur Pause. Alle Vorteile also bei den Thunern, die mit einem Punkt mehr als zufrieden wären.

Nach der Pause macht der FCB mehr - und belohnt sich dafür früh. Kevin Bua trifft in der 50. Minute zur Führung. Thun gibt sich jedoch nicht auf, sondern gleicht durch Rapp gar aus (67.). Kippt das Spiel nun auf die Seite der Gäste? Nein. Denn nur wenige Zeigerumdrehungen später ist es erneut Rapp, der das Spielgerät ins Netz bugsiert - diesmal jedoch auf der falschen Seite.

Mit der neuerlichen Führung im Rücken lässt der FCB nichts mehr anbrennen und bringt den Sieg am Ende dank Zuffis 3:1 in der 78. Minute relativ locker über die Zillinie. Pflicht erfüllt.

Der Beste: Kevin Bua

Der Flügelspieler hat einen Lauf. Und der setzt sich gegen den FC Thun fort - auch wenn es am Samstagabend ab und an etwas harzt bei Kevin Bua. Das hat auch mit der kompakten Thuner Verteidigung zu tun. Bua überwindet sie letztlich trotzdem. Wenn nicht aus dem Spiel heraus, dann eben per Freistoss. Etwas Glück hat er dabei, weil sein Schuss abgelenkt wird. Am Ende wird ihm das herzlich egal sein. Bereitet zudem Rapps Eigentor zum 2:1 vor.

Das gab zu reden: Tragischer Todesfall überschattet das Spiel

Manchmal ist alles, was auf dem Rasen passiert, nur traurige Nebensache. So leider auch im Spiel gegen den FC Thun. Vor dem Spiel bricht ein FCB-Fan zusammen und verstirbt. Es wird eine Schweigeminute abgehalten, in der zweiten Halbzeit bekundet die Muttenzerkurve mit einem Banner ihre Solidarität.

Spiel verpasst? Der Liveticker zum Nachlesen.