„Es war das erste Ligaspiel nach drei Monaten Pause und dazu noch ein Derby gegen einen physisch starken Gegner“, bilanzierte Raphael Wicky und sah seine Kampfspiel-Prognose bestätigt: „Es ist genauso ein Match rausgekommen, wie ich erwartet habe!“ Dass sich sein FC Basel U21 am Ende gegen die Old Boys mit 2:0 durchsetzen konnte, schrieb der Trainer der richtigen Mentalität seiner Equipe zu. „Spielerisch können wir es natürlich besser.“ 

Die gleiche Einstellung legte allerdings auch der Gegner an den Tag. „Wir haben gut nach vorne verteidigt und dem FCB nicht viel zugestanden“, erklärte Aziz Sayilir, der seit der Winterpause der OB-Hauptverantwortliche an der Seitenlinie ist.

«Wir haben gut nach vorne verteidigt und dem FCB nicht viel zugestanden.»

Aziz Sayilir:

«Wir haben gut nach vorne verteidigt und dem FCB nicht viel zugestanden.»

Die Folge war eine intensive Partie auf holprigem Terrain, die mit Karim Barry ein frühes Opfer forderte. Der Gästestürmer war in der 3. Minute wie FCB-Mittelfeldspieler Robin Huser mit der Sohle voraus in einen Zweikampf gestiegen und musste mit einer Fleischwunde am Knie ausgewechselt werden. 

Die Teams gestanden sich eine Halbzeit lang kaum Chancen zu, sodass Wicky nach dem Seitenwechsel mit zwei Stürmern agieren liess, „um die OB-Dreierabwehr stärker zu beschäftigen“. Wie gross der Einfluss dieser taktischen Massnahme aufs Spiel war, lässt sich im Nachhinein nicht messen. Entscheidend hingegen war, dass Dominik Schmid in der 48. Minute per tückischem Aufsetzer aus über 20 Metern das 1:0 erzielte und die Phsyiognomie der Partie änderte. 

Raphael Wicky ist Trainer der Basler U21-Mannschaft.

Raphael Wicky ist Trainer der Basler U21-Mannschaft.

Denn die Gäste mussten mit zunehmender Dauer mehr riskieren, was dem rotblauen Nachwuchs einige grosse Möglichkeiten offerierte. Doch OB-Keeper Oliver Klaus hielt seine Farben lange im Spiel, ehe er eine Minute vor Schluss einen unplatzierte Schuss Berkay Sülüngöz' vor die Füsse des einschussbereiten Luca Tausch abklatschen liess, was die Siegessicherung für den Favoriten bedeutete. 

So sehr die Old Boys als taktisch gut funktionierendes Kollektiv zu gefallen wussten, hatten sie Probleme, aus dem Spiel zu Chancen zu kommen. Die besten Möglichkeiten hatten die in weiss spielenden Gelbschwarzen nach Standards (Onur Akbulut, 4.; Pascal Rietmann, 76.). Aziz Sayilir erklärte diesen Umstand damit, „dass wir früh unseren besten Stürmer auswechseln mussten.

Ausserdem ist es grundsätzlich am schwierigsten, sich in der letzten Zone durchzusetzen.“ Der neue OB-Trainer blickt jedenfalls optimistisch in die Zukunft: „Wenn wir immer so auftreten, können wir gegen jede Mannschaft aus der Promotion League punkten!“