Fussball

Das Duell gegen den FC Zürich ist für Edon Bashas ein persönliches Derby

Den Traum von Profi noch nicht aufgegeben: Edon Basha vor dem Vergleich mit dem Super-League-Leader FC Zürich.

Den Traum von Profi noch nicht aufgegeben: Edon Basha vor dem Vergleich mit dem Super-League-Leader FC Zürich.

Die Black Stars empfangen morgen (14 Uhr) den FC Zürich zum Cupknüller. Anders als vor zwei Jahren wollen die «Stars» dem Gegner aus Zürich dieses Jahr in einem echten Cupfest das Leben schwer machen. Besonders im Fokus steht dabei Edon Basha.

Die Vorfreude steht Edon Basha im Gesicht geschrieben. Mit glänzenden Augen sagt er: «Ich kann es kaum erwarten, bis das Spiel endlich anfängt.» Kein Wunder, denn Basha und seine Teamkollegen vom 1. Ligisten Black Stars empfangen morgen um 14 Uhr mit dem FC Zürich den aktuellen Leader der Super League. «Der FCZ spielt derzeit den attraktivsten Fussball der Schweiz», findet der Albaner.

Vergangenheit beim Erzrivalen

Basha bestreitet aktuell seine dritte Saison bei «Black», nachdem er 2010 von GC U18 zum FC Basel in die U21 gewechselt hat. Wohl für einen Basler eher ungewöhnlich, erinnert sich der kürzlich zum Linksverteidiger umfunktionierte Flügelflitzer gerne an seine Zeit in Zürich, wo er in acht Einsätzen für die U21 und ebenso viele Tore erzielen konnte: «Ich hatte damals einen Top-Trainer und meine Teamkollegen haben mich sofort hervorragend aufgenommen. GC wird immer in meinem Herzen bleiben.» Eine Tatsache, die das anstehende Cupspiel für Basha zu einem persönlichen kleinen Derby umfunktioniert.

Falsche Versprechen eines Beraters und ein damit verbundener geplatzter Transfer in die Challenge League stoppten aber den kometenhaften Aufstieg des Baslers bei de Hoppers. Dass Basha auch in der U21 des FCB den Durchbruch nicht endgültig schaffte, lag an einem grossen Verletzungspech. «Aufgrund eines Muskelrisses konnte ich fast acht Monate lang nicht mehr spielen», erzählt er.

Doch auch nach dem gescheiterten Versuch beim Nachwuchs des FC Basel will der leidenschaftliche Fussballer seinen Traum als Profi nicht aufgeben – auch wenn er derzeit ein einjähriges Praktikum als Bürofachmann absolviert. «Solche Spiele wie gegen den FCZ sind natürlich das perfekte Schaufenster und eine grosse Chance», sagt Basha.

Freude statt Nervosität

In der Woche vor dem Saisonhighlight war die Lust auf das Kräftemessen mit den Zürchern greifbar. Oder wie es Basha formuliert: «Man merkt, dass die Jungs noch konzentrierter trainieren – wir fiebern alle dem Spiel entgegen.»

Auch vor dieser wichtigen Partie erwartet der 22-Jährige keinen Anfall von erdrückender Nervosität. «Am Sonntagmorgen wird es sicher enorm kribbeln. Das wird aber mehr ein Zeichen von Freude anstatt von Nervosität sein», so Basha, bevor er hinzufügt: «Dieses Kribbeln brauche ich auch, um meine beste Leistung abzurufen.»

Um in perfekter Verfassung zu sein, achtet der junge Black Star auch auf die Ernährung. «Mit McDonald’s wird diese Woche nichts», sagt Basha grinsend und schiebt nach: «Ausserdem achte ich darauf, genug zu schlafen.»

Obwohl, oder vielleicht gerade auch weil der FCZ in der Meisterschaft derzeit brilliert, wollen die Basler Amateure nicht den Team-Bus vor dem eigenen Sechzehner parken. Basha, der sich besonders auf den wiedererstarkten Yassine Chikhaoui freut, gibt sich kämpferisch: «Wir wollen auf jeden Fall mitspielen und versuchen, nach vorne Akzente zu setzen.»

Vielleicht spüren die Profis vom Letzigrund ja auch die Müdigkeit aufgrund des Europa-League-Spiels von vergangenem Donnerstag in Zypern. Sollte den Black Stars tatsächlich die grosse Sensation gelingen, dürfte das dem Grasshopper in Bashas Herzen zu einem besonders hohen Hüpfer verleiten.

Ein bekannter Gegner

Bereits vor zwei Jahren trafen die Black Stars auf den FCZ, wo sich die Basler teuer verkauften und nur mit 3:1 geschlagen geben mussten. Da die Partie aus Sicherheitsgründen im St. Jakob Park stattfinden musste, kam trotz 2120 Zuschauern nie Cup-Stimmung auf. Für die Revanche muss der Gastgeber auf die verletzten Linksverteidiger Marco Infantino und Goalgetter Marc Troller verzichten. Ansonsten ist auf der Schützenmatte alles für ein Cupfest angerichtet.

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