Schweizer Cup
Das falsche Rotblau zugelost bekommen

Der FC Arlesheim trifft in der 1. Cup-Runde auf den Challenge-Ligisten FC Chiasso. Es ist ein sehr schweres Los. Leichte Aufgaben haben dagegen Muttenz, das auf Linth 04 trifft, und die Black Stars. Sie müssen zum Zweitligisten Ibach.

Nicolas Lurati
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Arlesheim (Claude Schidlin, links) hätte lieber einen attraktiveren Gegner aus der Challenge League, die Black Stars (Axhi Ademaj, rechts) hingegen sind mit ihrem leichten Los zufrieden. Juri Junkov

Arlesheim (Claude Schidlin, links) hätte lieber einen attraktiveren Gegner aus der Challenge League, die Black Stars (Axhi Ademaj, rechts) hingegen sind mit ihrem leichten Los zufrieden. Juri Junkov

Bei einer Auslosung zur ersten Runde des Schweizer-Cups stellt sich für Mannschaften aus unteren Ligen stets folgende Frage: Was ist denn nun besser? Ein Gegner aus einer ähnlich gestuften Spielklasse, gegen den ein Vorrücken in die nächste Runde möglich bis wahrscheinlich ist? Oder ein Team aus der Super- oder Challenge League? Ein Weiterkommen wäre bei einer solchen Zulosung natürlich kaum realisierbar, ein Volksfest und ein spezielles Erlebnis dafür vorprogrammiert.

Für Peter Faé, Sportchef des FC Black Stars ist klar: «Wir sind froh, in der 1.Runde auf eine unterklassige Mannschaft zu treffen.» Der Unterklassige, das ist in diesem Fall der FC Ibach aus der 2.Liga interregional. Die Schwyzer, die in der 1.Qualifikationsrunde zum Cup den FC Liestal eliminierten, dürften für «Black» keine allzu grosse Hürde darstellen. «Natürlich muss die Partie erst gespielt werden», sagt Faé, «doch es ist klar, diese Equipe ist schlagbar. Falls wir weiterkommen sollten, ist der Wunschgegner für die 2.Runde natürlich der FC Basel.»

Attraktivität wichtiger als Liga

Auch der FC Arlesheim würde in der 2.Runde äusserst gerne gegen Rotblau spielen. Doch zunächst wartet auf die Birsecker mit dem FC Chiasso ein harter – ebenfalls rotblauer – Brocken. Für den Arlesheimer Spielertrainer Sohail Bamassy stellt eine Mannschaft aus einer der zwei höchsten Spielklassen kein Problem dar, sondern vielmehr die Attraktivität der zugelosten Truppe: «Ich denke, dass Chiasso keine all zu grosse Magnetwirkung haben wird. Bei einem anderen Gegner aus der Challenge League wie zum Beispiel dem FC Aarau würden sicher mehr Leute zur Partie kommen. 1000 Zuschauer wären möglich gewesen. Nun müssen wir uns wohl mit der Hälfte zufriedengeben.» Obwohl die Tessiner vier Spielklassen über dem FC Arlesheim spielen, sieht Bamassy sein Team nicht komplett chancenlos: «Chiasso wird uns sicher unterschätzen. Daher sehe ich für uns eine minimale Möglichkeit, um weiterzukommen.»

Alles andere als minimal sind die Chancen des SV Muttenz. Die Mannschaft aus der 1.Liga Classic trifft in der 1.Runde auf den FC Linth. Ein Überstehen der Startrunde liegt für den SVM auf jeden Fall im Bereich des Möglichen. Beim vierten regionalen Vertreter, dem FC Basel, liegt ein Vorrücken in den nächsten Durchgang nicht nur im Bereich des Möglichen. Nein, für den Titelverteidiger ist ein Weiterkommen absolute Pflicht. Für Gegner Amriswil aus der 2.Liga regional ist das Aufeinandertreffen mit dem FCB ein Riesenereignis, für Rotblau werden die Thurgauer jedoch nur eine Mini-Hürde darstellen.