«Burstreckys»
Das FCB-Barometer: Eine engagierte, aber zu wenig zielstrebige Darbietung gegen Sion

Die neue Führung um Bernhard Burgener hat sich das Spektakel und die Jugendförderung auf die Fahne geschrieben. Wir messen nach jedem Spiel, wie gut der FCB in den beiden Kategorien abschneidet.

Sébastian Lavoyer
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Mit vereinten Kräften versuchen die Basler ihren Gegner zu stoppen.

Mit vereinten Kräften versuchen die Basler ihren Gegner zu stoppen.

Keystone

Alles neu beim FC Basel in dieser Saison! Neuer Präsident, neuer Sportchef, neuer Trainer – und nach dem Rücktritt von Matías Delgado bald ein neuer Captain. Die Ansprüche bleiben gleich: Siege alleine reichen nicht mehr im rot-blauen Kosmos. Es muss mehr sein. Zwei Punkte hat sich die neue Führung vor allem auf die Fahne geschrieben. Erstens: Fortan soll es auf dem Rasen vorbei sein mit der Langeweile, dafür mehr Spektakel geben. Und zweitens: Die Rückkehr zur (eigenen) Jugend muss vorangetrieben werden.

bz

Unterhaltung:

«Sion, c’est fini», brüllen die FCB-Fans vor dem Spiel ins Tourbillon. Die Sion-Anhänger pfeifen. Die Cup-Revanche hat es ordentlich in sich. Da sind Emotionen, packende Zweikämpfe – und vor allem in der ersten Halbzeit zahlreiche Chancen für den FCB. Hätte er doch bloss eine mehr genutzt, hätte er es doch bloss nicht verpasst, dieses Spiel zu entscheiden. Am Schluss steht es 1:1, weil Sion in der Halbzeit Taktik und Einstellung ändert – und weil der FCB das hohe Tempo nicht über die volle Zeit zu gehen vermag. Für diese engagierte, aber zu wenig zielstrebige Darbietung gibts sechs «Burstreckys».

Jugend:

Raphael Wicky lässt wie gegen YB mit einem 4-2-3-1 spielen. Einzige Änderung: Anstelle des zurückgetretenen Matías Delgado (34) rückt Kevin Bua (24) ins Team. Er spielt auf dem Flügel, Elyounoussi rückt auf die Spielmacherposition. Mit seinen ersten Wechseln verjüngt er das Team weiter, er bringt Fransson (23) für Xhaka (26) und Oberlin (19) für Bua (24). Doch mit der Hereinnahme von Callà (32) für Elyounoussi (23) steigt das Durchschnittsalter des Teams sogar noch leicht im Vergleich zur ersten Halbzeit. Trotzdem gibt es dafür fünf «Burstreckys».