Alles neu beim FC Basel in dieser Saison! Neuer Präsident, neuer Sportchef, neuer Trainer – und nach dem Rücktritt von Matías Delgado bald ein neuer Captain. Die Ansprüche bleiben gleich: Siege alleine reichen nicht mehr im rot-blauen Kosmos. Es muss mehr sein. Zwei Punkte hat sich die neue Führung vor allem auf die Fahne geschrieben. Erstens: Fortan soll es auf dem Rasen vorbei sein mit der Langeweile, dafür mehr Spektakel geben. Und zweitens: Die Rückkehr zur (eigenen) Jugend muss vorangetrieben werden.

Darum misst die «bz» fortan in jedem Spiel den Unterhaltungs- und Jugendfaktor. In Anlehnung an Präsident Bernhard BURgener, Sportchef Marco STREller und Trainer Raphael WiCKY vergeben wir pro Kategorie zwischen 1 und 10 «Burstreckys».

Unterhaltung:

Lange sah es so aus, als würde der FC Basel mit Minimalaufwand und einem 1:0 Tabellenführer werden. Doch durch den späten Ausgleich  von Carlinhos kommt Lugano dann doch noch und zu diesem Zeitpunkt überraschend zum verdienten Ausgleich. Was Basel vor allem in den ersten 45 Minuten bietet, müsste mit «Minus-Burstreckys» belohnt werden. Keine Laufbereitschaft, keine Ideen, kein Kampf. Immerhin wird es nach der Pause etwas besser, Basel geht durch Van Wolfswinkels fünftes Saisontor standesgemäss in Führung und kontrolliert anschliessend die Partie. In den letzten fünf Minuten wollen dann beide Mannschaften den Siegtreffer. Er bleibt jedoch aus. Alles in allem ein Auftritt zum Gähnen, der nur drei «Burstreckys» verdient hat.

Jugend:

Die junge Garde (Manzambi, Schmid, Pacheco, Petretta) darf oder muss an diesem Wochenende bei der U21 ran. Beim 4:0-Sieg bei Lausanne-Ouchy steuert Manzambi zwei und Schmid einen Treffer bei. Der A-Elf fehlt demzufolge die Jugendlichkeit aus dem Spiel gegen GC. Der einzige Teenager in der Startelf ist Dimitri Oberlin (19). Er weiss als Titular weniger zu überzeugen wie als Joker. In Minute 71 kommt der 18-jährige Afimico Pululu zu seinem Super-League-Debüt. Weil auch er blass bleibt, gibt es für das Basler 1:1 gegen Lugano punkto Jugend lediglich vier «Burstreckys».