Wer innert zwei Wochen beim abgeschlagenen Schlusslicht Winterthur (das gestern in Fri­bourg mit 53:103 unter ging…) mit 20 Punkten verliert und gestern Sonntagnachmittag zu­hause gegen den Tabellenvorletzten SAM sogar mit 30 Zählern den Kürzeren zog, durch­lebt keine sportlich guten Momente.

Die Gründe hiefür müssen Cheftrainer, Mannschaft und Klubtechniker eruieren. Zumindest in den ersten Minuten konnte das Birstaler Kombi­nat mithalten – und erfreulich, dass Captain Joël Fuchs und der Aargauer Philippe Sager die ersten elf Zähler der Birsfelder warfen.

Starwings-Captain Joël Fuchs (r.).

Starwings-Captain Joël Fuchs (r.).

Die Fortsetzung war weniger gut – bereits zur Pause spürte man, dass die Tessiner überall Vorteile hatten. Ein Warren Nilis, der gegen Monthey und Lausanne nur fünf respektive Zähler erzielt hatte, warf locker 28 Punkte. Vielleicht lebte Massagno auch vom Trainerwechsel in dieser Woche, denn der renom­mierte italienische Trainer Renato Pasquali wurde entlassen – Nachfolger wurde sein Vor­gänger Robbi Gubitosa (ebenfalls ein Italiener). 

Die Niederlage hätte „erfreulich“ sein können, wenn Lausanne (mit vier ausländischen US-Profis) gegen Central, das nur noch mit einem serbischen Spielmacher und einem ad-inte­rim-Amerikaner spielt, gewonnen hätte. Auf dem Papier wäre dies normal gewesen – allei­ne auf dem Spielfeld zeigten die Innerschweizer, dass sie auch nach dem Abgang ihrer zwei etatmässigen Berufsspieler (Veselin Veselinov und Rhamel Brown) nicht gewillt sind, vorzeitig den Kampf um Platz 6 aufzugeben. 

Und somit werden die Starwings am nächsten Samstag wohl primär auf den (dezimierten) BBC Monthey hoffen, der die Luzerner empfängt. Mit einem Walliser Sieg wäre Platz 6 ge­sichert. Denn Auftritte, Darbietungen, Leistungen und Wurfquoten wie gegen Winterthur und Massagno werden gegen die Landesgrössen von Fribourg Olympic (Meister und Lea­der) und Genf keine Punkte einbringen. Dafür muss man kein Prophet sein.