«Das wird eine riesige Herausforderung», sagt Adrian Knup. Der Vizepräsident des FC Basel erwartet ein hohes fussballerisches Niveau. Mit den vier U21-Teams messen sich sechs ehemalige Challenge-Ligisten und die aktuell sechs besten 1.-Liga-Teams. «Wir werden genau beobachten, wie unsere Spieler das neue Level meistern.»

Knupp erlebte die Dominanz

Knup ist seit 2009 FCB-Verwaltungsrat und seit Januar 2012 auch Nachwuchsverantwortlicher. Er erlebte mit, wie die U21 – einst der Dominator in der 1.Liga – in den Schlussranglisten stets ein oder zwei Plätze verlor (siehe Tabelle). Auf das Warum hat Knup eine klare Antwort.

«Früher hatte die U21 ein Gerüst aus erfahrenen, älteren Spielern.» 2008, mit dem Eintritt von Carlos Bernegger als Chef Formation, änderte der FCB die Strategie sukzessive und setzte fortan vermehrt auf junges Blut. «Die frisch aus der U18 gekommenen Spieler sollen möglichst schnell Verantwortung übernehmen.»

«Uns war bewusst, dass unsere U21 die Dominanz in der 1.Liga nicht halten kann», sagt Knup. Vielmehr wurde es zur Priorität, das Individuum zu fördern. «Das steht im Juniorenfussball über allem.» Natürlich habe man, so Knup, die früheren Erfolge der U21 gerne gesehen, aber diese seienmit der neuen Ausrichtung schlicht unmöglich.

Heranführen an die Profis

Die schlechteren Resultate haben laut Knup nichts damit zu tun, dass seit Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka kein eigener Junior den Durchbruch in der Profimannschaft geschafft hat. «Diese zwei sind absolute Ausnahmetalente, das gibt es auch bei uns äusserst selten.»

Der realistische Weg sei, die Eigengewächse während zwei, drei Jahren an die erste Mannschaft heranzuführen. Erst dann dürfe man von ihnen grössere Taten erwarten. In der letzten Saison bestritten Arlind Ajeti, Darko Jevtic und Roman Buess diesen Weg, neu stösst Simon Grether ins Profikader.

Der zentrale Mittelfeldspieler gilt bei Experten als Riesentalent. Knup aber mahnt zur Ruhe. «Es ist nicht fair, Simon mit Shaqiri oder Xhaka zu vergleichen.» Man werde genau beobachten, wie Grether das Profiniveau annimmt und diesen grossen Schritt verarbeitet.

Knup hofft auf Huggel

Noch einmal der Blick auf die kommende Saison. Knup gibt an, dass der FC Basel wegen des hohen Niveaus in der 1. Liga Promotion eine leichte Kursänderung anstrebt. «Das bestehende Kader wird zwar wiederum mit den talentiertesten Spielern aus dem U18-Team ergänzt, es wird aber sicher auch der eine oder andere erfahrenere Spieler dazustossen».

Denn für Knup ist klar: «Wir wollen uns in dieser Liga etablieren.» Viel verspricht er sich von Benjamin Huggel. Die zurückgetretene FCB-Legende assistiert künftig Cheftrainer Carlos Bernegger und wird bei Bedarf auch Spiele bestreiten. «Er weiss genau, was es braucht, um den Sprung zu den Profis zu schaffen. Die U21-Spieler werden viel von ihm profitieren.»