Hansueli Sprunger, wie stressig waren die letzten Tage für Sie?

Hansueli Sprunger: Es geht. Das ist eine Routinesache. Natürlich ist es erst der zweite CSI in Basel, aber beim ersten Mal gab es viel mehr Arbeit. Man weiss nicht, wie alles läuft. Dieses Jahr wusste ich genau, wie viele Leute ich wo brauche.

Wie sehr haben Sie die Vorbereitungen in Anspruch genommen?

Am letzten Vorbereitungstag komme ich schon auf etwa fünfzehn Stunden Präsenzzeit. Aber sonst hat es sich in Grenzen gehalten. Wenn einmal alle Pferde in den Boxen sind, kann ich mich aufs Reiten konzentrieren.

Geht die Arbeit als Sportchef und als Reiter gut aneinander vorbei?

Ab Beginn des Turniers ist der Ablauf für mich nicht gross anders als an jedem anderen Turnier. Es gibt sicher ein paar Fragen, die ich klären muss, aber die ganzen Arbeiten mit dem Aufbau fallen natürlich weg.

Wo liegen die Schwierigkeiten bei der Arbeit als Sportchef?

Für mich gibt es eigentlich keine grossen Schwierigkeiten. An den vielen Turnieren, an denen ich teilnehme, sehe ich immer, was gut ist und was man besser machen könnte. Das versuche ich dann hier umzusetzen.

Was konnten Sie aus der Premiere 2009 lernen?

Die Stallungen sind gleich wie letztes Jahr, in der Halle haben wir ein paar Veränderungen vorgenommen. In zwei Ecken gibt es neu Bars für die Zuschauer. Ansonsten haben wir uns an das bewährte Konzept gehalten.

Wieso hat sich ein so grosser Anlass wie der CSI auf Anhieb etabliert?

Wir haben auf relativ hohem Niveau angefangen, mit einem Vierstern-Turnier. Fünf Sterne sind es nun geworden, weil wir mehr Preisgeld auszahlen. Allein beim Grand Prix gibt es 300000 Franken zu gewinnen. Es gibt weltweit nicht viele Grand Prix, die so viel zahlen. Das war der Wunsch unseres Hauptsponsors, der uns das ermöglicht hat. Zudem haben wir zwei, drei neue Sponsoren.

Wann haben Ihre Vorbereitungen angefangen?

Der OK-Präsident Willy Bürgin ist natürlich das ganze Jahr hindurch dran. Für mich hat die Arbeit im Oktober mit den Einladungen der Reiter begonnen. Im Dezember hat dann der Bau der Stallungen begonnen. Richtig intensiv ist es für mich etwa seit einem Monat.

Wie hoch ist der Stellenwert des Turniers bei den Reitern?

Die Reiter waren im letzten Jahr hell begeistert und haben uns gesagt, wir sollen weitermachen.

Was sind die Highlights am CSI?

Am Freitag der Grosse Preis der Stadt Basel und am Sonntag der Grand Prix der H. Moser & Cie.

Bei denen Sie auch selbst reiten werden. Was ist einfacher: Sportchef oder Springreiter zu sein?

(lacht) Reiten ist ganz klar einfacher.