FC Basel

Das Karussell beginnt sich zu drehen: Omlin und Cömert wecken Begehrlichkeiten

Unbeeindruckt von den Gerüchten um seine Person: Eray Cömert.

Seit dem 1. Juli sind die Transfermärkte der grossen Ligen geöffnet. Die Gerüchte mehren sich - auch rund um Spieler des FC Basel. Besonders Eray Cömert scheint Begehrlichkeiten grosser Teams geweckt zu haben.

Wenn man sich im von Unsicherheiten und Überraschungen geprägten Fussball-Business auf etwas verlassen kann, dann darauf, dass das Transfer-Karussell erst dann richtig Fahrt aufnimmt, wenn die grossen Ligen auch eingestiegen sind. Seit dem 1. Juli drehen auch die Serie A, die Primera División und die Bundesliga ihre Runden auf dem Karussell, und siehe da: Die Gerüchte werden mehr. Auch rund um den FCB.

So streut die Augsburger Allgemeine Zeitung am Dienstag ein Gerücht, das die Fans des FCB alles andere als gerne gelesen haben werden. Der Bundesligist hat offenbar Interesse an der Basler Nummer 1, Jonas Omlin. Zwar hat der FCA, der die vergangene Saison auf dem bescheidenen 15. Platz abgeschlossen hat, bereits fünf Neuzugänge - darunter Luzerns Ruben Vargas - verpflichtet. Stefan Reuter, der Geschäftsführer Sport beim FCA, lässt sich in der «Augsburger Allgemeinen» aber mit folgenden Worten zitieren: «Keine Angst, zwei, drei kommen schon noch.»

Verkauf von Omlin ist kein Thema

Da Gregor Kobel, die Schweizer Nachwuchs-Hoffnung auf der Goalie-Position, sich nach einer halbjährigen Ausleihe nach Augsburg (Kobel gehört noch immer der TSG Hoffenheim) dafür entschieden hat, die Saison 2019/2020 beim VfB Stuttgart zu bestreiten, besteht beim FCA Handlungsbedarf. Ein Thema ist Kobels Nati-Kollege Yvon Mvogo, der über seine raren Einsätze bei RB Leipzig alles andere als glücklich ist, und mit Omlin eben auch ein weiterer Schweizer. Die Augsburger Zeitung spricht «von einer Spur, die zum 25-jährigen FCB-Keeper führt».

Dass dieser mit seinen herausragenden Leistungen in seiner ersten Saison in Basel Begehrlichkeiten geweckt hat, ist alles andere als erstaunlich. Für die Basler dürfte aber klar sein, dass ein Verkauf Omlins kein Thema ist. Er war die Konstante der letzten Saison, der beste Spieler und ist eine der Schlüsselfiguren auf dem Weg ins europäische Geschäft. Dieser beginnt bereits nach dem ersten Liga-Spieltag mit der Auswärts-Partie bei PSV Eindhoven, wo Omlin zwingend gebraucht wird.

Der doppelte Traum

Ähnlich ist es auch im Falle von Eray Cömert. Der Basler Innenverteidiger und Captain der Schweizer U21-Nationalmannschaft steht schon lange in den Notizblöcken der Scouts grosser Teams. Ganz dick angestrichen haben seinen Namen die Verantwortlichen von Arsenal. Das Transferfenster in der Premier League ist bereits seit dem 16. Juni geöffnet und schliesst auch bereits am 8. August und somit drei Wochen früher wieder als in den anderen Top-Ligen.

Die Engländer gehen diesen Weg zum zweiten Mal. Sie wollen damit dafür sorgen, dass die Kader zum Saisonstart Mitte August stehen. Aus der früheren Öffnung des Fensters im Vergleich zu Deutschland, Italien und Spanien resultieren auch frühere Verhandlungsgespräche. Wie aus England zu vernehmen ist, fand ein solches am Sonntag zwischen Cömerts Vertretern und dem Klub statt. Zwei der drei Parteien - Spielerseite und Arsenal - seien einer Einigung nahe gekommen.

Cömert schweigt

Der FC Basel hingegen will Cömert keinesfalls schon ziehen lassen. Der 21-Jährige ist einerseits fest eingeplant als Stammspieler - vor allem im Hinblick auf die Qualifikation für Europa - und soll andererseits dereinst für einen stolzen Millionenbetrag verkauft werden. Dieser fällt naturgemäss höher aus, wenn er sich auch noch auf europäischer Bühne bewiesen hat. Der Spieler selber will mit seinem Transfer aber offenbar nicht mehr warten.

Für ihn sei es der richtige Moment für eine Veränderung, schreiben englische Medien. Sich äussern mag er auf Nachfrage nicht. Cömert verspricht sich von einem jetzigen Transfer angeblich nicht nur die Erfüllung des Traumes, in einer Top-Liga zu spielen, sondern glaubt damit auch seine Chancen für eine Teilnahme an der EM 2020 mit der A-Nati zu erhöhen.

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