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Das Knie und Grosis Kirschbäume – Dominique Gisins Wurzeln im Baselbiet

Olympiasiegerin mit Rothenfluher Wurzeln: Für Dominique Gisin war der Auftritt Sportmuseum ein Heimspiel.

Olympiasiegerin mit Rothenfluher Wurzeln: Für Dominique Gisin war der Auftritt Sportmuseum ein Heimspiel.

Abfahrts-Olympiasiegerin Dominique Gisin verriet im Sportmuseum ihren Bezug zur Region und ihre Zukunftspläne.

Was viele nicht wissen: Der Heimatort von Dominique Gisin ist Rothenfluh im Bezirk Sissach. Das ist nicht der einzige persönliche Bezug zur Region, denn «meine Eltern haben beide an der Universität Basel studiert und meine Grossmutter hatte Kirschenbäume in Rothenfluh. Als Kind und Jugendliche war ich oft im Oberbaselbiet», so die Abfahrts-Olympiasiegerin von Sotschi.

Sportmuseum-Leiter Gregor Dill konnte aber nicht nur Gisin, sondern auch den renommierten Sportarzt Bernhard Segesser, den früheren Leiter der Rennbahn-Klinik, begrüssen. Die beiden folgten einer Einladung des Panathlon-Club beider Basel und dem Sportmuseum Schweiz.

Lange Leidenszeit

Ohne Segesser gäbe es keine Olympiasiegerin Gisin. «Ich bin neunmal am Knie operiert worden. Im Alter zwischen 15 und 18 war ich eigentlich dauerverletzt», blickt die Engelbergerin auf eine schwere Zeit zurück. Fünf dieser neun Knie-Operationen führte Bernhard Segesser durch.

Die Besucher im Sportmuseum – darunter die ex-Olympioniken Roger Birrer (Schwimmen) und Martin Feigenwinter (Eisschnelllaufen) sowie der frühere Spitzenschwinger Rolf Klarer – lauschten interssiert den Ausführungen von Gisin zu. Von Segesser erfuhr man, dass «Dominique nie eine Gränni war und stets klare Vorstellungen und einen starken Willen hatte». Die 29-Jährige gab zu, dass «es Momente gab, wo ich in der Muttenzer Rennbahn-Klinik auf dem Schragen lag und heulte, während der Doktor wieder einmal das Knie flickte», erinnert sich die dreifache Weltcup-Siegerin.

Gisin gilt als sehr trainingsfleissig, ja vielleicht sogar «besessen bis süchtig». Auch jetzt, wo das erste Schneetraining vorbei ist, «trainiere ich sechs Tage die Woche sechs bis acht Stunden pro Tag. Weil ich aber schmerzfrei bin, macht es, trotz Muskelkater, Spass.»

Natürlich hätte sie, nach dem emotionalen Höhepunkt des Olympiasieges zurücktreten können. «Aber ich glaube, dass ich mein Po-tenzial noch nicht ausgeschöpft habe. Daher liegt mein Fokus weiterhin aufs Skifahren.»

Absage von Janica Kostelic

Geplant war auch die Teilnahme Janica Kostelic an der Veranstaltung. Auch sie hat zu Basel einen engen Bezug, denn ihr Vertrauensarzt ist Niklaus Friederich, ein ebenso bekannter Facharzt für orthopädische Chirurgie. Doch die Kroatin musste kurzfristig absagen, weil sie sich von einer Knie-Operation noch nicht erholt hat. Es war der 19. chirurgische Eingriff…

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