FC Basel
Das Missverständnis ist beendet: Kakitani kehrt zurück nach Japan

Der Offensivspieler Yoichiro Kakitani kehrt auf definitiver Basis zurück nach Japan zu seinem Heimatverein Cerezo Osaka. Damit verlässt Kakitani den FCB nach nur eineinhalb Jahren und einem grossen Missverständnis.

Céline Feller
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Yoichiro Kakitani verlässt den FCB und kehrt zu seinem Heimatverein zurück.

Yoichiro Kakitani verlässt den FCB und kehrt zu seinem Heimatverein zurück.

Keystone

Die Bilder, wie Yoichiro Kakitani mit seinem alten Verein Cerezo Ozaka trainiert, während seine Teamkollegen an den Stränden der Welt ihre Winterpause geniessen, machten schon vor zwei Wochen Schlagzeilen. Schnell wurde gemunkelt, dass der 26-Jährige sich dort nicht nur fit halten wollte, sondern wohl im Winter-Transferfenster zurück in seine Heimat kehren würde.

Und dies hat sich heute bewahrheitet. Nach einem riesen Missverständnis in Basel packt Kakitani seine Sachen und kehrt zurück in seine Heimat. Als er im Juli 2014 vom fernen Japan in die Super League wechselte, wurde vom ihm Grosses erhofft. In seiner Heimat wurde er geliebt wie andernorts David Beckham, hatte gar seine eigene Fernsehshow. Doch vom Himmel in Japan landete er in seiner persönlichen Hölle von Basel.

Zuerst wurden Probleme mit der ihm fremden Kultur als Grund angegeben, dass Kakitani sich nie wirklich hatte integrieren können. Die Sprach-Barriere, die aufgrund seines persönlichen Dolmetschers, der im auf Schritt und Tritt folgte, nie überwunden werden konnte, war ein anderes Problem.

Doch allem voran wurden Differenzen zwischen Ex-Trainer Paulo Sousa und dem Offensivspieler als Ursache angesehen. Dass sich auch nach dem Trainerwechsel von Sousa zu Urs Fischer seine Situation nicht bessern konnte, zeigt, dass es nicht nur ein zwischenmenschliches Problem zwischen dem Portugiesen und Kakitani war.

Dass er nach eineinhalb erfolglosen Jahren, die er zuletzt eigentlich nur noch auf der Tribüne oder höchstens auf der Ersatzbank verbrachte und von denen sich sowohl er als auch der Verein viel mehr erhofft hatten, wieder in seine Heimat zurückkehrt, ist folgerichtig. Nur 27 Mal lief er in den nationalen und internationalen Spielen für den FCB auf, konnte sich nie einen Stammplatz sichern und auch nie wirklich überzeugen. Dass am Ende acht Tore und ein Schweizer Meister-Titel in seiner Bilanz stehen, täuscht ein wenig über das Missverständnis Kakitani hinweg.

Nun kehrt er auf definitiver Basis zurück nach Japan zu seinem Heimatverein Cerezo Osaka, der den Aufstieg aus der zweithöchsten in die höchste japanische Liga knapp verpasst hat. Kakitani wird im Januar 2016 die Vorbereitung auf die Saison 2016 in der J-League 2 aufnehmen.

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