Turnen

Das NKL hat den Sprung zum renommierten Leistungszentrum geschafft

Das regionale Trampolin-Aushängeschild Sylvie Wirth.

Das regionale Trampolin-Aushängeschild Sylvie Wirth.

Das Nordwestschweizerische Kunstturn- und Trampolinzentrum Liestal (NKL) ist wieder mit 33 Athletinnen und Athleten in den nationalen Kadern vertreten. Kein Zufall, denn in Liestal wird seit Jahren akribisch und professionell gearbeitet.

Die Anzahl Kaderplätze verteilen sich auf drei Bereiche: Je acht sind es beim Kunstturnen Männer und Kunstturnen Frauen. Mit 17 Kaderplätzen ist beim Trampolin ein neuer Höchststand erreicht worden. Trotz dem Rücktritt von Simone Scherer ist das Nordwestschweizerische Kunstturn- und Trampolinzentrum Liestal (NKL) in dieser Sparte weiterhin mit zwei Turnerinnen im Nationalkader vertreten. Nebst der bisherigen Sylvie Wirth gehört diesem neu auch Anastasija Bosshard an.

Bis sich eine Turnerin erstmals für das Nachwuchskader oder ein Turner für das Jugendkader qualifizieren kann, muss vieles zusammenpassen. Fürs erste brauchen die Mädchen und Knaben die volle Unterstützung der Eltern, es darf aber kein Zwang ausgeübt werden. Wer im Leistungssport Erfolg haben will, braucht sehr viel Ausdauer. Nur wenige schaffen es bis ins Nationalkader aufzusteigen.

STV gibt klare Vorgaben

Das NKL fördert und pflegt das Kunst- und Trampolinturnen für Mädchen und Knaben als auch für Frauen und Männer. In erster Priorität fördert es den Leistungssport. Daneben bietet es auch ein vielseitiges Breitensport- und Bewegungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.

Im Auftrag des Schweizerischen Turnverbandes (STV) führt das NKL drei regionale Leistungszentren. Um die hohen Zielsetzungen des STV konsequent und zielgerichtet umsetzen zu können, braucht es optimale Trainingsstrukturen. Jeder Bereich trainiert in einer eigenen Halle. Mit den Schulen der Leistungssportförderung BL und Arbeitgebern besteht eine gute Kooperation. Auch die medizinische Betreuung durch das Swiss Olympic Medical Center in Muttenz (Praxisklinik Rennbahn) ist gewährleistet und ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Leidenschaft im Vordergrund

Um die rund 60 Athletinnen und Athleten der drei Leistungsbereiche auszubilden und zu fördern, braucht es engagierte Trainerinnen und Trainer, die mit Leidenschaft ihren Beruf ausüben. Zurzeit beschäftigt das NKL sechs Trainer und sieben Trainerinnen in Voll- oder Teilzeitpensen. Rolf Müller (Männer), Ulf Hoffmann (Frauen) und Svetlana Ihnatovich (Trampolin) amten als Cheftrainer beziehungsweise Cheftrainerin. Sie haben den Auftrag, eine altersgerechte Ausbildung gemäss Vorgaben des internationalen Turnerbundes und des STV sicherzustellen. Nebst dem zielgerichteten Training spielen noch andere Faktoren wie Durchhaltewille, Zuverlässigkeit, Teamwork, Überwindung und Sozialkompetenz eine wichtige Rolle. Deshalb ist der Leistungssport für die grösstenteils noch Jugendlichen auch eine Lebensschule.

Letzter Schritt vollzogen

Das NKL hat vor einem Jahr einen mutigen, aber notwendigen Schritt vollzogen. Es hat eine Trennung zwischen Ehrenamtlichkeit und professioneller Geschäftsleitung vorgenommen. Thomas Rutishauser als neuer Geschäftsleiter ist für die operative Führung des NKL zuständig, dazu gehört auch der Finanzbereich. Als grösste Herausforderung nennt er die Erwirtschaftung der nötigen finanziellen Mittel, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Immerhin geht es jährlich um rund 800 000 Franken. Dank der zahlreichen zusätzlichen Angebote ist das NKL auf einem sehr guten Weg, die immer neuen Herausforderungen im Leistungssportbereich auch in Zukunft souverän zu meistern.

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