«Wir haben einen Riesenschritt vorwärts gemacht», bilanziert Tobias Gross das Abschneiden seiner Truppe an der Schweizer Schwimmmeisterschaft in Zürich. Was jetzt noch fehle, so der Cheftrainer des SV beider Basel, sei der Schritt aufs Podest. Allein, das ist nur noch eine Frage der Zeit: Die 19-jährige Brustschwimmerin Marina Künzler etwa schrammte über die 100 m in 1:13,27 bloss um 38 Hundertstel an Bronze vorbei.

«Das nächste Ziel ist jetzt im Sommer die 1:13er-Marke zu knacken», sagt Gross. Ab da gehört man definitiv zur nationalen VIP-Abteilung auf dieser Strecke.

So viele Finalplätze wie seit Jahren nicht mehr haben die Baslerinnen und Basler an der SM erkämpft. Massgeblich dazu beigetragen hat auch Sprinterin Virginia Schumacher, die über 50 m Crawl (26,94) und 50 m Delfin (28,31) jeweils den fünften Rang belegte. Auch in dem Fall fehlten der 22-Jährigen auf der Crawl-Strecke lediglich 34 Hundertstel zu Bronze.

Es gibt auch wieder Männer

Was den Chefcoach besonders freut, ist, dass «auch die Männer wieder Potenzial zeigen, an die Spitze vorzurücken. Zuletzt – und noch immer – ist der SV beider Basel frauenlastig, wenn es um Topresultate geht. Akcay Tolunay indes sorgte in Oerlikon für den ersten männlichen Basler Finalplatz seit Yannick Käser den Klub vor gut zwei Jahren Richtung Limmat Sharks verlassen hat. Der erst 15-jährige Tolunay schwamm über 200 m Delphin in 2:14,49 im B-Final auf den sehr guten 15. Rang.

Notabene auf einer Strecke, auf der Erfahrung und «tonnenweise» Trainingskilometer in Armen und Beinen über die Massen viel Wert sind. Kein Finalplatz aber ein Aufgebot für einen Jugend-Länderkampf resultierte für Tolunays gleichaltrigen Kumpel Thesar Abdullah. Die 1:10,44 sind die schnellste Zeit seines Jahrgangs in diesem Jahr. Damit ist der junge Basler fürs Schweizer Team qualifiziert, das am Multinations-Meeting antreten wird.

Doch zweimal Silber

Der SV beider Basel ist treibender Teil des Schwimmleistungszentrums Nordwest zu dem auch der SC Liestal und der SC Fricktal gehören. Mit Vanessa Rebmann (Fricktal, 2. Rang 200 Rücken/2:21,45) und Oliver Heinimann (Liestal, 2. Rang 50 m Brust/ 29,3) haben zwei Vertreter letztgenannter Vereine in Zürich den Sprung aufs Podest bereits geschafft. Chefcoach Tobias Gross spricht von «70 bis 80 Prozent Bestzeiten», die seine Athletinnen und Athleten an der SM erzielten. Eine stolze Bilanz, die wahrlich optimistisch in die Basler Schwimmzukunft blicken lässt.