Es war zum Verzweifeln: Chance um Chance erspielten sich die Spielerinnen von Unihockey Basel Regio in der NLB-Partie gegen den UHC Zugerland. Tore aber fielen nur im ersten Drittel. Am Schluss musste das Heimteam in der Möslibachhalle in Ettingen gar noch um den 2:1-Sieg zittern, brachte ihn aber über die Runden. «Diesmal wollten die Bälle den Weg ins Tor einfach nicht finden», sagte Captain und Co-Trainerin Luana Mistri nach dem Spiel von Sonntagabend. Sie hatte mit ihrem Zuspiel auf Doppeltorschützin Jasmin Bühler den Siegtreffer perfekt eingeleitet.

Die beiden Fanionteams des auf diese Saison hin neu gegründeten Unihockey Basel Regio kämpfen in der Schlussphase der laufenden Meisterschaft um einen Platz in den Playoffs. Die NLB-Frauen stehen im letzten Drittel der Qualifikation dank dem Sieg von vorgestern wieder unmittelbar über dem Strich. Direkt unter dem Strich findet sich das Männer-Team in der 1. Liga, wo allerdings nur noch ein einziges Spiel in der Qualifikation ansteht.

«Sportlich sind wir auf einem guten Weg», sagt Basel Regios Sportchef Patrick Mendelin und ergänzt: «Vor allem im Nachwuchsbereich sieht es gut aus. Das ist natürlich auch für die Zukunft vielversprechend.»

Fokus liegt noch beim Nachwuchs

Das Augenmerk bei Unihockey Basel Regio liegt derzeit auch hauptsächlich im Nachwuchsbereich. «Wir verfolgen eine nachhaltige Strategie», sagt Mendelin. Es bringe nichts, gute Spieler und Spielerinnen für die Fanionteams zu kaufen. «Wir wollen viel mehr die Früchte unserer Arbeit im Nachwuchs ernten.» Seit dem Zusammenschluss von Unihockey Leimental mit den Griffins Muttenz-Pratteln und dem UHC Basel United hat sich einiges getan.

«Bei der U16 und der U18 haben wir bereits eine verstärkte Leistungskultur etablieren können», sagt Mendelin. Früher habe man 15 Spieler pro Team aus verschiedenen Jahrgängen gehabt, nun seien es 15 Spieler pro Jahrgang.

Diese Ausgangslage soll bald auch bei der U21 und auf längerfristige Sicht auch beim Männer-Fanionteam geschaffen werden. «Wenn wir die Arbeit im Nachwuchs so weiterführen können, ist es eine Frage der Zeit, bis sich unsere Männer in der Nationalliga etablieren können», sagt Mendelin.

Die Herren-Abteilung als Vorbild

Bei den Juniorinnen sieht die Planung der Vereinsführung Ähnliches vor, nur ist man dort noch nicht so weit, wie bei den Junioren. Das bestätigt auch Frauen-Captain und Co-Trainerin des NLB-Teams und der U21-Juniorinnen, Luana Mistri: «Wir sind daran, uns bei den Juniorinnen breiter aufzustellen. Dabei hat uns der Zusammenschluss sicher geholfen.» Im Fanionteam hingegen merke man noch nichts von Unihockey Basel Regio: «Da hat nur der Name geändert, unser Kader ist derselbe geblieben.» Künftig werde man aber auch hier von der breiteren Juniorinnen-Abteilung profitieren können.

Dem pflichtet Sportchef Mendelin bei: «Die nötige Breite im Frauenteam ist noch nicht gegeben. Das Potenzial ist aber durchaus vorhanden.» Bei Basel Regio rechnet man mit rund vier bis fünf Jahren Zeit, bis sich das Frauen-Team stabilisiert hat. Und dann soll auch die NLA zum Thema werden.