So nah wie heute war die NLB, die seit zwei Jahren Swiss League heisst, lange nicht. Nach dem Konkurs 2014 und dem Neustart in der 1. Liga hat es der EHC Basel erstmals geschafft, sich als Fünter der Qualifikation für die Playoffs in der dritthöchsten Schweizer Spielklasse zu qualifizieren. In der Best-of-Five-Serie wartet im Viertelfinal mit dem EHC Dübendorf der letztjährige Regionalmeister. Am Samstag, den 9. Februar, geht es los.

Während die Zürcher nur zwei der letzten fünf Spiele gewinnen konnten, geht der EHC Basel mit viel Selbstvertrauen, das sich nach fünf Siegen in Serie aufgebaut hat, in dieses Duell. Von den vier Direktbegegnungen der beiden Teams in der Qualifikationsrunde gewann jeweils das Heimteam. Zwar liegt der Heimvorteil in den Playoffs bei Dübendorf, doch Basel dürfte neben der Erfolgsserie auch das gute Unterzahlspiel und die Nervenstärke im Penaltyschiessen in die Waagschale werfen und ist sicherlich nicht chancenlos.

Die Entwicklung ist positiv

Im Vergleich zur vergangenen Saison hat sich das Team von Headcoach Albert Malgin stark verbessert. Vor allem in der Defensive ist der EHC Basel mit 21 Gegentoren weniger als vor einem Jahr viel besser geworden. Diese Entwicklung führt dazu, dass der EHC Basel öfter gewinnt und mit 54 Punkten so gut dasteht wie lange nicht.

«Wir haben unser Saisonziel, Platz 8 und die damit verbundene Playoff-Qualifikation, bereits jetzt übertroffen und deswegen gemeinsam ein neues Ziel gesteckt. Das heisst Playoff-Halbfinal», sagt EHC-Präsident Daniel Schnellmann. Er ist mit der Entwicklung seines Vereins mehr als zufrieden. Die Chancen gegen Dübendorf sieht der Präsident bei Fünfzig zu Fünfzig.

Anders als im letzten Jahr, als Meister Dübendorf aus wirtschaftlichen Gründen auf einen Aufstieg verzichtete, hat 2019 neben Leader Sierre und dem HC Valais Chablais auch der EHC Basel provisorisch Interesse angemeldet, im Falle des sportlichen Erfolgs auch aufsteigen zu wollen. Dieser Schritt ist für den EHC Basel zwar noch in weiter Ferne, doch für den Fall der Fälle wollen sich Daniel Schnellmann und Co diese Möglichkeit offenhalten.