Als die «Wings», in ihrer besten Phase zwischen der 27. und 30. Minute, auf 62:55 davonzogen, schien ein Sieg möglich, ja wahrscheinlich zu sein. Doch mit Beginn des letzten Viertels erfolgte ein kollektiver Filmriss, sodass aus dem 62:55 ein 62:70 wurde.

Und so ging das Verbands-Derby verloren. Ein zumindest spannender Vergleich, der aufzeigte, dass die Equipe von Cheftrainer Roland Pavloski wahrlich auf dem «Zahnfleisch» läuft.

Wieder in Birsfelden

Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, werden die Unterbaselbieter das nächste Heimspiel gegen den Titelfavoriten Genf am 14. Februar wieder in der Sporthalle Birsfelden austragen können. Ob dann der Spielmacher Petar Babic wieder mitspielen kann, ist ungewiss. Tendenziell nicht.

Aber da kein Ersatz möglich ist, muss der Cheftrainer Roland Pavloski improvisieren und das Beste aus der Situation machen. Denn obwohl Brunelle Tutonda, stark angeschlagen, ein Comeback gab, ist der Grossteil der Mannschaft «lädiert» und würde, bei einem grösseren Kader, wohl als «rekonvaleszent» unter den Fehlenden figurieren.

Boncourt hat auch eine ganz schmale Spitze. Eine Stammfünf mit drei professionellen Ausländern ( Brandon Brown und Amir Williams sowie Raimundas Danys), einem Schweizer Nationalspieler (Juraj Kozic) und zwei Zuzügen, die solides Nationalliga-A-Niveau aufweisen.

Weil die Gäste aus dem Jura nie in Foulprobleme, ganz im Gegensatz zum Gastgeber, kamen, konnten ihre Leistungsträger fast nonstop durchspielen, während Trainer Pavloski seinen Stammkräften immer wieder Pausen geben musste.

Kein Happy-End

100 Sekunden vor der Endsirene brachte Tutonda die Baselbieter auf 75:76 heran – doch in der Endphase waren die Romands abgeklärter, glücklicher bei den Würfen und erfolgreicher bei den Korbabprallern, sodass sie sich die zwei Punkte verdienten.

Nun folgt eine zweiwöchige Meisterschaftspause, die dem Arlesheimer-Birstaler Kombinat gelegen kommt. Dann geht es zum Tabellenletzten Winterthur, bevor es ein Comeback in der gewohnten Sporthalle Birsfelden kommen wird.