Volleyball-Supercup

Das Warten auf den ersten Titel geht weiter: Sm’Aesch Pfeffingen unterliegt Neuchâtel einmal mehr im Supercup

Sm’Aesch Pfeffingen ist erneut an den Westschweizerinnen gescheitert: Gabi Schottrof und Livia Zaugg unterliegen Neuchâtel UC mit 3:2.

Im Volleyball-Supercup kämpft sich Sm’Aesch Pfeffingen nach einem 0:2-Satz-Rückstand gegen Neuchâtel UC ins Tie-Break, verliert dieses aber trotz einer zwischenzeitlichen Drei-Punkte-Führung. Erneut bleibt den Baslerinnen der Coup nicht vergönnt.

Vor ziemlich genau einem Jahr sassen die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen nach der Niederlage im Supercup gegen Neuchâtel auf dem Hallenboden in Gümligen und weinten bittere Tränen. Genau dies wollte man an diesem Samstagabend verhindern.

Nach einer guten Vorbereitung und einem auf einigen Positionen veränderten Kader ging die Mannschaft von Headcoach Andreas Vollmer gestärkt in diesen ersten Ernstkampf der neuen Saison. Doch trotz grossem Selbstvertrauen leisteten sich die Baselbieterinnen im Startsatz einfach zu viele Fehler.

Zwar konnte ein 8:10-Rückstand dank ein paar schönen Punkten von Neuverpflichtung Luisa Schirmer kurzfristig in einen knappen Vorsprung gedreht werden (12:11). Aber in der Folge punkteten NUC-Topskorerin Tia Scambray und Teamkollegin Kira Holt gnadenlos gegen einen in dieser Phase praktisch ohne Blockarbeit spielenden Gegner.

Doch auch einen 5-Punkte-Rückstand konnte Sm’Aesch noch einmal korrigieren und das Geschehen resultatmässig ausgleichen (21:21). Zwei weitere, von total sieben Servicefehlern im ersten Satz, waren dann aber des Schlechten zu viel, und der letztjährige Double-Gewinner vom Neuenburgersee entschied diesen ersten Satz knapp mit 25:23 zu seinen Gunsten.

Keine Lehren aus dem Startsatz gezogen

Die Fehler konnten von Sm’Aesch Pfeffingen auch im zweiten Satz nicht wirklich korrigiert werden. Annahmefehler, vor allem von der sonst zuverlässigen Dora Grozer und weitere Patzer beim Aufschlag ermöglichten NUC wieder einen 16:12-Vorsprung. Kam in dieser Phase des Spiels noch hinzu, dass auch das kämpferische Element in der Kabine gelassen wurde.

Selbst die NUC-Spielerinnen schienen sich zu wundern, wie einfach es war, an diesem Tag gegen den Vizemeister zu punkten. Brutaler Fakt aus Sm’Aesch-Sicht war ein 0:2-Satzrückstand und der erste Titel der Vereinsgeschichte in etwa so weit entfernt, wie der Mond von der Erde.

Doch Coach Vollmer wäre nicht Coach Vollmer, wenn er in dieser schwierigen und fast aussichtslosen Situation nicht noch das eine oder andere Ass aus dem Aermel ziehen würde. Er brachte im dritten Satz Capitaine Madlaina Matter für Jazmine White in der Mitte und am Pass die erst am vergangenen Montag zum Team gestossene Passeuse Megan Cyr für die junge Annalea Maeder ins Spiel. Und siehe da, trotz weiterer Servicefehler klappte es in der Offensive plötzlich besser und es resultierte ein 14:8-Vorsprung, verbunden mit der Hoffnung auf die grosse Wende in dieser Partie.

Leider brachte auch dieser grosse Vorsprung nicht die notwendige Ruhe ins Spiel des Vizemeisters und die starken Neuenburgerinnen kamen nochmals bis auf zwei Punkte heran (16:18). Dem Sm’Aesch-Endspurt war dann aber kein Kraut mehr gewachsen und auf der Anzeigetafel erschien der neue Spielstand: 2:1 nach Sätzen für NUC.

Schrecklicher Start in den vierten Satz

Doch anstatt die nach dem Satzverlust schwächelnden Neuenburgerinnen weiter unter Druck zu setzen, schenkten Cyr am Zuspiel und Gabi Schottroff in der Mitte die ersten Punkte grosszügig her. 11:4 lautete das Verdikt nach wenigen Minuten und die zu oft eine falsche Entscheidung beim Zuspiel treffende Kanadierin Cyr musste wieder Maeder Platz machen. Wieder etwas Hoffnung keimte beim «ewigen Zweiten» auf (14:14).

Doch genau zu diesem Zeitpunkt leistete man sich den 16. (!) Servicefehler und der gute Schiedsrichter Grellier seinen ersten Fehlentscheid zu Ungunsten von Sm’Aesch. Doch diese Ereignisse gaben dem Sm’Aesch-Team nochmals einen entscheidenden Schub und in einer dramatischen Satz-Schlussphase gelang der kaum mehr erwartete Satzausgleich (28:26).

In einem dramatischen Tie-Break lag Sm’Aesch scheinbar vorentscheidend mit 10:7 in Führung, doch der Wettkampf-Gott schien etwas gegen einen Titel der Baselbieterinnen zu haben, denn plötzlich ging gar nichts mehr bei Matter & Co. und Kyra Holt machte mit ihren Punkten und dem 15:10 den Sack zu und liess die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen erneut ins Tal der Tränen sinken.

Auch Monika Chrtianska war untröstlich und konnte nicht verstehen wie man die 10:7-Führung im Tie-Break noch verspielen konnte:» Irgendwie hatten wir plötzlich Angst diese Partie gewinnen zu können. Das tönt zwar mehr als blöd, doch anders ist der Einbruch nicht zu erklären».        

Meistgesehen

Artboard 1