Volleyball

Das Warten auf den ersten Titel geht weiter - Sm'Aesch Pfeffingen verliert den Cupfinal

Die Enttäuschung nach dem verlorenen Cupfinal ist bei Sm'Aesch Pfeffingen gross.

Die Enttäuschung nach dem verlorenen Cupfinal ist bei Sm'Aesch Pfeffingen gross.

Trotz einem guten Start musste Sm’Aesch Pfeffingen auch bei seiner vierten Finalteilnahme dem Gegner, diesmal Neuchâtel UC, bei der 1:3-Niederlage zum Sieg gratulieren.

Es war ein Start nach Mass von Sm’Aesch Pfeffingen in diese kapitale Partie. Seit einigen Wochen geisterte nämlich die Hoffnung auf den ersten Titelgewinn des bald 20 Jahre alt werdenden Clubs durch das Baselbiet.

Und die Spielerinnen von Head-Coach Andreas Vollmer zeigten sich vom ersten Ballwechsel an bereit, die Mission «Cupsieg» Tatsache werden zu lassen. Mit einer anfangs magistralen Tess von Piekartz am Pass, welche ihre Angreiferinnen immer wieder ausgezeichnet lancierte, lag die Mannschaft um eine stark aufspielende Capitaine Madlaina Matter immer in Führung.

Über ein 14:7 und 19:10 erarbeiteten sich Topskorerin Dora Grozer und die ebenfalls konsequent punktende Oesterreicherin Monika Chrtianska gleich mehrere Satzbälle. Es war dann Mittelblockerin Gabi Schottroff die zur Freude der vielen mitgereisten Sm’Aesch-Anhänger den Vierten im gegnerischen Feld unterbrachte.

Steigerung bei Neuchâtel

Doch dieser relativ lockere Satzgewinn war Gift für das Spiel der «Rosa-Roten», denn die Neuenburgerinnen zeigten enorme Moral  und steigerten sich gewaltig. Vor allem Topskorerin Tia Scambray und Martenne Bettendorf zeigten jetzt ihre Qualitäten als starke Angreiferinnen und brachten das Team mit ihren Punkten zurück in die Spur.

Nach ausgeglichenem Spielstand bei Satzhälfte (12:12) sorgte die dritte US-Amerikanerin in Reihen der Neuenburgerinnen, Kyra Holt, mit ihren Punkten für einen vorentscheidenden Vier-Punkte-Vorsprung (18:14) den die Spielerinnen von Trainerin Lauren Bertolacci bis zum Satzausgleich nicht mehr hergaben.

Spätestens jetzt musste der Favorit reagieren, tat sich aber in dieser Phase der Partie äusserst schwer. Ein zwischenzeitlicher 6:10-Rückstand war nicht gerade förderlich für eine Beruhigung und man versuchte gegen die in dieser Phase vor allem stark verteidigenden NUC-Akteurinnen mit offensichtlich falschen Lösungen wieder ins Spiel zu finden.

Denn das Unterfangen misslang gründlich, vor allem weil die Blockarbeit bei Sm’Aesch Pfeffingen schlicht nicht mehr vorhanden und auch die Feldverteidigung praktisch inexistent war.

Enormer Druck bei Sm’Aesch Pfeffingen

Bei der zum Teil mit viel Einsatz und dem nötigen Quäntchen Glück erarbeiteten 2:1-Satzführung lag das Momentum in diesem Finale jetzt ganz klar bei den Neuenburgerinnen. Und diese nutzen ihre Chance konsequent und punkteten praktisch aus allen Lagen. Auch ein Wechsel am Pass, Annalea Mäder, ersetzte die zu Beginn noch auftrumpfende, danach aber stark abbauende Holländerin von Piekartz, änderte nichts am Höhenflug von NUC.

Praktisch jeder Ball fand den Weg übers Netz und auf den Boden des zu diesem Zeitpunkt völlig desillusionierten Gegners. Die in den letzten Wochen immer stärker gewordene Sm’Aesch-Angreiferin Chrtianska verlor jegliches Selbstvertrauen und wurde durch Livia Zaugg ersetzt.

Doch der Spielstand von 13:20 liess wenig Raum für Hoffnung auf eine Wende. Zwar konnte Jessica Ventura mit ein paar schönen Angriffen das Skore noch bis auf 19:22 verkürzen, doch der Aussenseiter liess die Hand nicht mehr vom Pokal und holte sich diesen mit einem 25:20 im vierten Satz.

Unerhofftes Déjà-vu

Damit wiederholte sich das, was schon zum Beginn der Saison beim Supercup in Gümligen zu sehen war. Jubelnde Neuenburgerinnen und zutiefst enttäuschte Sm’Aesch Pfeffingen-Spielerinnen:» Wir haben nach dem Gewinn des Startsatzes den Schwung verloren und sowohl beim Service und bei der Annahme zu fehlerhaft agiert.

«Jetzt ist es zu spät. Das Spiel ist vorbei und wir wieder nur zweiter Sieger» sagte eine ziemlich angesäuerte Tess von Piekartz. Auch Trainer Vollmer suchte nach Gründen für das verlorene Spiel:» Vielleicht haben wir uns nach dem Gewinn des Startsatzes etwas zu wohl gefühlt und unseren Masterplan nicht mehr konsequent durchgespielt. Wenn dann der Gegner einmal aufgebaut ist, wird es schwierig ihn zu stoppen. Aber wir stehen wieder auf und wollen in den Playoff-Final, der wird dann nicht in einem Spiel entschieden, egal ob Düdingen oder wieder NUC unser Gegner wäre.»

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