Es war irgendwie bezeichnend, dass Noah Okafor nach Abpfiff zur Dopingkontrolle musste. Denn wie bereits beim 3:2-Sieg im Hinspiel gegen ZSKA Moskau hatte der linke Flügel bei drei Toren seine Füsse im Spiel gehabt und war auffälligster Basler. Sein Trainer Arjan Peço, der es normalerweise vermeidet, einzelne herauszuheben, liess sich immerhin zu einem „Ja, er hat gut gespielt“ hinreissen – nur um umgehend hinzuzufügen: „Aber das haben auch andere!“

In der Tat hatten die in den weissen Auswärtstrikots angetretenen FCB-Junioren einen guten Auftritt hingelegt. Sie agierten geduldig und kamen immer wieder zu Chancen. In der 16. Minute scheiterten Adthe Rashiti und Okafor innerhalb weniger Sekunden am stark reagierenden Goalie Maksim Edapin und verpassten die frühe Führung gegen die tief stehenden Russen.

Doppelpack für Basel

Diese wurde schliesslich nach 32 Minuten Tatsache: Okafor enteilte nach einem tollen Zuspiel Afimico Pululus der vergeblich auf Offside spekulierenden ZSKA-Abwehr und traf souverän. Unmittelbar nach Wiederanpfiff eroberten die Basler den Ball, Okafor lief auf Links durch und zirkelte das Spielgerät auf den Kopf von Dominik Schmid, der aus drei Metern das Skore verdoppelte.

Nach dem Seitenwechsel operierten die Moskowiter mit zwei Sturmspitzen, konnten das Heimteam aber nicht wirklich beunruhigen. Doch die scheinbar problemlose Spielkontrolle liess die Basler zunehmend lethargisch werden. «Wir haben uns zu sicher gefühlt und wurden passiv», fand auch Peço, nahm aber seine Spieler in Schutz: «Das kommt von der Doppelbelastung. Man merkt, dass die Jungs zuletzt lauter englische Wochen hatten.»

Die Gäste durften noch einmal hoffen

Ein unglücklich abgefälschter Schuss von Captain Ivan Oleynikov landete im Tor der Schweizer und liess die Gäste in der 77. Minute wieder hoffen. Der FC Basel fand aber die passende Antwort: Afimico Pululu per Abstauber (83.) und Nicola Suter nach einer Okafor-Hereingabe (86.) machten den Sack zu. Vitali Zhironkins Weitschusstreffer zum 4:2 (87.) hatte nur noch statistischen Wert.

Weil sich Manchester United und Benfica im Parallelspiel 1:1 trennten, schob sich der FCB auf Kosten der Portugiesen auf Platz 2, der zur Playoff-Teilnahme berechtigt, der Gruppe A vor. Das Weiterkommen in der Uefa Youth League hat man zwei Runden vor Schluss weiterhin in den eigenen Füssen. «Darauf kann die Mannschaft stolz sein», so Arjan Peço.