Die Affiche

FC Basel gegen den FC Thun: Dieses Duell gab es im Schweizer Cup in den vergangenen 15 Jahren viermal (siehe oben). Einmal weniger gar gab es diese Affiche bislang in der laufenden Meisterschaft. Das Erstaunliche dabei: Die Bilanz ist ausgeglichen. Zu je einem Sieg für beide Teams kommt ein Unentschieden hinzu. Im ersten Spiel trennten sich die Teams mit 1:1. Im bislang letzten resultierte ein 3:1 für den FCB. Das spektakulärste Spiel zwischen diesen beiden Teams in dieser Saison aber konnte Thun für sich entscheiden: Zu Hause drehten die Berner Oberländer einen 0:2-Rückstand in einen 4:2-Sieg.

Die Arbitrierenden

Fedayi San kommt die Ehre zuteil, den Cupfinal vom Sonntag zu pfeifen. Im laufenden Cupwettbewerb hat er noch kein Spiel des FCB geleitet, dafür aber sechsmal in der Meisterschaft. Einmal wurden die Punkte dabei geteilt, zweimal ging der FCB als Sieger vom Platz und dreimal unterlagen die Basler. In einem Fall besonders deutlich, denn San leitete die 1:7-Schmach im Stade de Suisse. Ein schlechtes Omen? Wohl kaum. Denn auch bei der Thuner 1:5-Pleite gleichenorts pfiff San. Assistiert wird San am Sonntag von Stéphane de Almeida und Carmine Sangiovanni, vierter Offizieller ist Urs Schnyder.

Die Abwesenden

Beim letzten Training des FCB auf Basler Boden fehlt eine Person: Silvan Widmer. Der Rechtsverteidiger musste sich am Mittwoch gegen Luzern mit muskulären Problemen auswechseln lassen. Am Freitagnachmittag dann erklärt der Verein an der Medienkonferenz: Ein Einsatz ist fraglich. Widmer muss sich am Samstagmorgen untersuchen lassen, erst dann ist klar, ob er spielen kann. Es wäre bitter für den FCB: Widmer ist der einzige nominelle Rechtsverteidiger im Kader. Ersetzen würde ihn Taulant Xhaka, der ihn bereits am Mittwoch vertrat. Sicher nicht dabei ist der gesperrte Raoul Petretta.

Die Anziehungskraft

Statt der ganz grossen Euphorie herrscht rund um den Cupfinal etwas Ernüchterung. Weder die Thuner Fans, die 64 Jahre auf eine Cupfinal-Teilnahme warten mussten, noch die Basler, die seit zwei Jahren nach Erfolgen dürsten, rennen die Ticket-Vorverkaufsstellen ein. Der Schweizer Fussballverband (SFV) richtet am Freitag aus, dass weiterhin nur knapp 21 000 Tickets verkauft sind. Platz würde das Stade de Suisse insgesamt 29 000 Zuschauern bieten. Beim SFV geht man nicht davon aus, dass das Stadion voll sein wird. In den letzten Jahren waren aber lediglich drei von zehn Finals ausverkauft.

Die Ausschweifungen

Zwei Jahre sind vergangen, seit der FC Basel zuletzt etwas zu feiern hatte und dies auch ausschweifend auf dem Barfi tat. Damals gewann der FCB ebenfalls den Cup, brach die Sion-Serie, holte das Double. Es waren die letzten Freudenstunden, klammert man die Champions-League-Spiele aus. Sollte der FCB am Sonntag gegen Thun gewinnen, wird es auf dem Barfi wieder eine ganz grosse Sause geben. Nach den Feierlichkeiten auf dem Rasen und in der Kabine würde die Mannschaft einen kleinen Abstecher ins Joggeli machen, bevor sich die Spieler gegen 20 Uhr auf dem Stadtcasino-Balkon zeigen würden.