Taekwondo

Deborah Mächler ist beinahe unschlagbar

Deborah Mächler fährt zur WM.

Deborah Mächler fährt zur WM.

Die 17-jährige Riehenerin gewinnt in der Schweiz und im benachbarten Ausland so gut wie jeden Wettkampf im Formenlauf. Jetzt geht es an die WM, wo neue Herausforderungen auf sie warten.

Deborah Mächler, wie erklären Sie sich Ihren gewaltigen Höhenflug?
Ich habe mit Nuno Damaso einen sehr guten Trainer – er war einmal Dritter an einer Weltmeisterschaft. Mit ihm trainiere ich zwei Stunden pro Tag. Einmal im Monat gehe ich zudem an einem Wochenende nach Magglingen ins Nati-Training, wo noch einmal zehn Stunden dazu kommen. Gutes Training ist wichtig für den Leistungssport.

Sie haben schon lange nicht mehr verloren. Dennoch: Wie gehen Sie mit Niederlagen um?
Früher habe ich mir oft Druck aufgesetzt und war enttäuscht, wenn ich nicht gewinnen konnte. Heute gehe ich locker an die Wettkämpfe und gebe mein Bestes. Wenn es mal nicht für den Sieg reicht, schaue ich nach vorne und bereite mich für den nächsten Wettkampf vor.

Videointerview mit Lokalsender «LiMa TV»

Videointerview mit Lokalsender

Im Oktober fahren Sie an die Weltmeisterschaften in Mexiko. Haben Sie sich schon ein Ziel gesetzt?
Mein Ziel war es immer, mal an einer Weltmeisterschaft dabei sein zu können. Das habe ich nun erreicht. Da ich bisher nur in Europa gekämpft habe, konnte ich mich noch nie mit der starken asiatischen Konkurrenz messen. Ich fahre in erster Linie nach Mexiko um Erfahrungen zu sammeln, trotzdem wäre ein Finaleinzug natürlich sehr schön.

Wie sind Sie eigentlich zum Taekwondo gekommen?
Mein Vater hat mir vor zehn Jahren die Taekwondo-Schule in Riehen gezeigt. Ich trainierte mit und es hat mir Spass gemacht. Um mehr trainieren zu können, wechselte ich später zur Taekwondo-Schule Basel. Was mich an Taekwondo fasziniert, ist die Ordnung und Disziplin, die in unserer Gesellschaft manchmal fehlt.

Wie wollen Sie später einmal Geld verdienen?
Ich bin momentan im vierten Gymnasium-Jahr. Danach will ich Psychologie studieren. Mir ist bewusst, dass ich dann mit Leistungssport aufhören muss. Mit Taekwondo seine Brötchen zu verdienen, ist in der Schweiz leider nicht möglich. Allerdings spiele ich mit den Gedanken, später mal eine Taekwondo-Schule aufzumachen. Bereits jetzt unterrichte ich Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren.

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