Für die Fussballwelt mag sie unbedeutend sein, für den FCB und seine Fans war es gestern die schönste Nachricht des Tages: Zum ersten Mal nach sieben Jahren betrat Matias Delgado wieder als Rotblauer einen Fussballplatz. Trainer Murat Yakin wechselte den Argentinier nur drei Tage nach dessen Ankunft in Basel in der 66. Minute für Stephan Andrist ein. 30 Minuten später steht Delgado schweissgebadet in den Katakomben der St. Galler AFG Arena und blickt auf sein Comeback zurück.

Matias Delgado, wie haben Sie den Moment in Erinnerung, als Sie den Platz betreten haben?

Matias Delgado: Es war einfach nur schön. Ich habe gespürt, wie fest sich die FCB-Fans für mich freuen. Die Atmosphäre in den Schweizer Stadien, das rotblaue Trikot, das Zusammenspiel mit den Teamkollegen – ich habe das alles sehr vermisst.

Wir waren überrascht, dass sie bereits in St. Gallen zum Einsatz kommen. Sie auch?

Der Trainer hat mich am Freitag gefragt, ob ich bereit sei. Klar hätte ich nicht von Anfang an spielen können, dafür reicht meine Luft noch nicht. Ich bin am Mittwoch ja nach einem Monat Ferien wieder ins Training eingestiegen. Aber es ist wichtig, dass ich so oft wie möglich zum Einsatz komme. Das gibt mir Sicherheit für das Zusammenspiel mit den Mitspielern.

Wie lange dauert es, bis man den wahren Delgado auf dem Platz sieht?

Ich hoffe, in zwei bis drei Wochen ist es so weit. Für mich geht es darum, die Teamkollegen noch besser kennen zu lernen. Ich habe ein gutes Gefühl, der Anfang war vielversprechend.

Wie haben Sie sich eigentlich in Argentinien fit gehalten in der letzten Zeit, bevor Sie nach Basel gekommen sind?

Ich habe mir einen privaten Fitnesstrainer genommen, bei einem 2. Liga-Klub in Buenos Aires mittrainiert und alleine viel mit dem Ball gemacht. Dazu stand ich die ganze Zeit in Kontakt mit den Leuten vom FCB.

Ihre Frau und die Kinder sind gegenwärtig noch in Argentinien. Wann ist die Familie Delgado wieder vereint?

Sobald ich ein Haus gefunden habe und meine Frau reisefähig ist. Unser drittes Kind ist ja erst vor einer Woche zur Welt gekommen. Ich habe seit dem vergangenen Mittwoch entsprechend auch neben dem Platz sehr viel zu tun. In drei Wochen spätestens möchte ich so weit sein, dass meine Frau und die Kinder nach Basel kommen können.