Weil es keinen Aufstiegsanwärter aus der 2. Liga gibt verzichten der EHC Zunzgen-Sissach und Belp auf die Ermittlung des Playout-«Siegers». Letzterer hätte gegebenenfalls gegen den 2. Liga-Meister um den Auf-/Abstieg sprich Klassenerhalt spielen müssen. Trotzdem drohen in Sissach die 1.-Liga-Lichter auszugehen. «Wir haben nach wie vor keine Information seitens der Gemeinde, wie es mit dem Betrieb auf der ‹› weitergeht», sagt ZS-TK-Chef Ruedi Müller. Die Halle musste bekanntlich Anfang November geschlossen werden, weil das Dach unter Last einzustürzen droht. Gemeinderätin Beatrice Mahrer dagt dazu: «Es ist das Ziel des Gemeinderates, dass die Halle im Oktober wieder betreibsbereit ist. Wir setzten alles daran, dass das klappt. Aber wir können auch kein Geld vom Himmel zaubern.» Müller insistiert: «Wir müssen zweifelsfrei wissen, ob wir im Oktober Eis haben oder nicht.» Nachvollziehbar: Schliesslich geht es für ZS darum, Verträge abzuschliessen.

Die Gemeinde entscheidet

So wie es aussieht wird die Gemeindeversammlung Anfang April darüber entscheiden, ob die «Kunschti» saniert wird und wenn ja in welcher Form. Die Kosten übersteigen die Finanzkompetenz des Gemeinderates definitiv. Der 9. April steht derzeit als (Schicksals)-Datum besagter Gemeindeversammlung. Sollte die Rennovation der Halle bis im Herbst nicht möglich sein, «so wäre eine weitere Saison auf der mobilen Anlage, wie sie seit Mitte Dezember steht, eine Option für uns», hält Ruedi Müller fest. Die Kosten dafür freilich müssten von der öffentlichen Hand übernommen werden. Was Beatrice Maherer zurecht prompt festellen lässt: «Diese Kosten sollten natürlich vermieden werden und besser in die Sanierung der Halle fliessen.» Denkbar also, dass der Souverän am 9. April auch über die Fortsetzung der mobilen Lösung zu befinden hat. .

Ausserdordentliche Versammlung

Die mobile Anlage konnte dank eines ausserordentlichen Beitrages von 315 000 Franken aus dem Swisslos Sportfonds des Kantons Baselland und einem Gemeindebeitrag errichtet werden. Bis am 11. März bleibt die Anlage in Betrieb; dann soll das Eis abgeschmolzen werden. Ob der Unterbau auch gleich rückgebaut wird, «ist noch nicht klar», so Mahrer.

Rettung des Nachwuchses hätte wohl Priorität

Sollte aus ZS-Sicht der «worst case» eintreffen, Ende Oktober also weder Eis in der «Kunschti» noch auf einem mobilen Eisfeld da sein, würde ZS seine 1. Liga-Equipe wohl zurückziehen. Priorität hätte dann die «Rettung der übrigen Teams. Schliesslich ist der EHC Zunzgen-Sissach mit sechs Juniorenteams (104 Aktive) und zwei Aktivmannschaften (70) der grösste und erfolgreichste Eishockeyklub im Kanton Baselland. Ein vollimprovisierter 1.-Liga-Betrieb punkto Trainings- und Match-Eis über eine volle Saison wäre praktisch undenkbar und sehr teuer. Nächste und übernächste Woche trifft sich die ZS-Führungscrew mit Gemeinde-Vertretern, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Am 15. März will ZS dann an einer ausserordentlichen Mitglieder-Versammlung orientieren. «Bis dann wollen wir wissen, wies weitergeht», so Müller. Das wird, wie Figura zeigt, nicht ganz einfach.