Basketball
Dem Exploit ganz nah: Starwings verloren gegen den Spitzenklub Union Neuchâtel mit 81:87

Trotz der fünften Niederlage in Folge wusste das Birstaler Basketball-Kombinat zu gefallen. Es hätte einen Top-Spielmacher gebraucht, um den Favoriten aus Neuen-burg in der Endphase zu bezwingen.

Georges Küng
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Die Starwings verloren gegen den Spitzenklub Union Neuchâtel unglücklich mit 81:87 (37:40)

Die Starwings verloren gegen den Spitzenklub Union Neuchâtel unglücklich mit 81:87 (37:40)

Kenneth Nars

Neuchâtel leistet sich den Luxus, für den bis auf weiteres gesperrten David Ramseier einen gewissen Antonio Ballard (USA), den «MvP-Spieler» der Saison 2014/15, als dieser Lugano zum Meistertitel führte, für fünf Matches zu verpflichten.

Und der Amerikaner kam als siebter Spieler aufs Feld – beim Gastgeber ist dies Alexis Herrmann, der primär kauf­männischer Angestellter ist und aus Passion Basket spielt.

Gäste mussten um Sieg zittern

Dennoch musste der Gast bis zur Endsekunde um den Sieg zittern. Denn hätte der Gast­geber einen Aufbauer/Spielmacher, wie sie ihn in der letzten Spielzeit in Chris Jones hat­ten, in seinen Reihen gehabt, so wäre der zweite Sensationssieg, nach dem 81:76-Auf­takttriumph gegen Lugano, möglich gewsen.

Aber Petar Babic, der mitspielt, ohne ein Lea­der zu sein, verwarf einen Freiwurf, der den Ausgleich (81:81) bedeutet hätte. Und im nächsten Angriff verlor er den Ball – und damit war der Match endgültig verloren.

37-Jähriger war Topskorer

Erfreulich, dass bei den „Wings“ alle eingesetzten Akteure punkteten. Brillant, was „Oldie“ Björn Schoo (37) zeigte. Und Allyn Hess, wiewohl weiterhin durch eine Fussblessur handi­capiert, deutete an, dass er ein begnadeter Distanzwerfer ist. Das Problem wird sein, dass die Rivalen ihm stets einen „Rucksack“ anhängen.

Da wäre der Kroate Babic gefragt, der im falschen Moment warf (und verwarf) und – ausser einigen feinen Zuspielen – auch in der Defensive seine Antipoden kaum zu folgen vermochte.

Und weil Brunelle Tutonda nicht im Vollbesitzt seiner Kräfte (der Romand hat eine Schulterluxation) ist und Babic weiterhin „steif“ spielt (blockierter Rücken und Fussbeschwerden), können die Starwings die Intensität nicht über 40 Minuten hochhalten.

Unter Druck

In den folgenden Partien (in Boncourt, zuhause gegen Winterthur, das aber längst kein Ka­nonenfutter mehr ist, bei Aufsteiger Vevey und in Birsfelden gegen Lausanne-Pully) stehen die Unterbaselbieter unter Druck, wenn sie Rang 8 nicht gänzlich aus den Augen verlieren wollen.

Denn gute Auftritte und «moralische» Siege bringen zwar eine milde, ja berechtigt gute Kritik, aber keine Punkte ein.

Telegramm

Starwings – Union Neuchâtel 81:87 (37:40)

Sporthalle Birsfelden. - 225 Zuschauer. - SR: Stojcev/Tagliabue/Bovard.

Starwings: Kostic (4), Babic (6), Hess (21), Tutonda (8), Calasan (11); Verga (5), Herrmann (2), Schoo (24!); Devcic, Grédy, Streich.

Bemerkungen: Starwings komplett. - Neuchâtel ohne Nationalspieler David Ramseier (bis auf weiteres gesperrt) und Fongué (verletzt). - Viertelsresultate: 20:21, 17:19 (37:40); 24:25 (61:65) und 20:22 (81:87). - Mit fünf Fouls ausgeschieden: 40. Calasan.