Tennis
Den alten Stellenwert wiedererlangen

Am Wochenende ging in Liestal die 2. Ausgabe der kantonalen Meisterschaften beider Basel zu Ende. Der 17-jährige Joshua Zeoli aus Fricktal und die Juniorin Sydney Weller vom Tennisclub Sissach sicherten sich dabei den Titel.

Fabio Baranzini
Drucken
Teilen
Joshua Zeoli und Sydney Weller. ZVG

Joshua Zeoli und Sydney Weller. ZVG

Joshua Zeoli (N4, 101) war in der Königskategorie N3/R4 eine Klasse für sich. Der 17-jährige Fricktaler, der für den Tennisclub Brugg in der Nationalliga C Interclub spielt, wurde im gesamten Turnierverlauf nie richtig gefordert. Er bezwang der Reihe nach Janosch Kränzle (R1, TC Sissach), Laurent Wickli (R1, TC Füllinsdorf) und Martin Poplawski (R1, TC Füllinsdorf).

Keiner konnte pro Satz mehr als zwei Games gewinnen gegen den talentierten Nachwuchsspieler aus dem Aargau. Nur gerade acht Games gestand er seinen Gegner zu und sicherte sich so den Basler Meistertitel souverän. Sein ärgster Widersacher, der topgesetzte Thomas Petrich (N4, 89), trat im Halbfinal nicht mehr an. «Diese Aufgabe ist der einzige Wermutstropfen an diesem Turnier», so Turnierorganisator Hansruedi Berger.

Bei den Frauen gab es ebenfalls eine klare Siegerin. Die Juniorin Sydney Weller (N4 75) vom Tennisclub Sissach war klar die beste Akteurin und bezwang in den Gruppenspielen ihre schwächer klassierten Kontrahentinnen Ana-Maria Leonte (R3, TC Old Boys), Natalie Feder (R4, TC BIZ) und Joëlle Ruf (R3, TC Froburg) jeweils in zwei Sätzen. Den zweiten Rang holte sich Leonte.

Obwohl von den insgesamt 30 Kategorien immer noch 13 wegen zu wenigen Teilnehmern nicht ausgetragen werden konnten, ist Berger mit der zweiten Ausgabe der kantonalen Meisterschaften beider Basel zufrieden. «Im letzten Jahr hatten wir 120 Teilnehmer, jetzt waren es mehr als 200. Damit sind wir sehr zufrieden.»

Als Grund für den starken Teilnehmeranstieg sieht er die Verlegung des Austragungszeitpunkts vom August in den Juni. «Das hat sich sehr positiv ausgewirkt. Hinzu kommt, dass sich herumgesprochen hat, dass wir ein gutes Turnier organisieren», so Berger.

Dank dieser Mund-zu-Mund-Propaganda hofft der Organisator, dass das Turnier weiter wachsen wird. «Unser Ziel ist es, dass wir die kantonalen Meisterschaften beider Basel wieder dorthin bringen, wo sie einmal waren», sagt Berger. Zuversichtlich stimmt, dass in diesem Jahr die Königskategorie bei den Frauen durchgeführt werden konnte und dass viele junge Spieler teilgenommen haben. Mit Zeoli und Weller konnten gar gleich zwei davon reüssieren.

Aktuelle Nachrichten