Badminton
Den Meister abgefertigt: Aufsteiger Uni Basel reitet auf der Erfolgswelle

Uni Basel deklassiert den amtierenden Meister Team Argovia mit 7:1 und festigt den vierten Platz in der NLA. Im Vorfeld der Saison gaben die Basler den Klassenerhalt als Saisonziel aus – nun scheint nach oben alles möglich zu sein.

Hans Peter Schläfli
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Routiniers unter sich: Rémy Matthey de l’Etang (l.) und Luka Petric. HPS

Routiniers unter sich: Rémy Matthey de l’Etang (l.) und Luka Petric. HPS

Die letzte Szene zwischen dem Team Argovia und Uni Basel war bezeichnend für die ganze Begegnung: Plötzlich legte sich Matthew Honey im abschliessenden Mixed-Doppel flach auf den Rücken und wollte sich nicht mehr bewegen. Sein Rücken schmerzte so, dass der extra eingeflogenen Engländer aufgeben musste. Damit war klar, dass Uni Basel ein makelloser Kantersieg gelungen ist, mit dem wohl keiner gerechnet hatte. Es ist schon etwas verkehrte Welt, die sich in der Nationalliga A derzeit präsentiert. Der Aufsteiger überrascht positiv, gewinnt gegen den amtierenden Schweizer Meister 7:1 und festigt damit seinen 4. Platz, während der ursprüngliche Favorit mittlerweile abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt.

Luka Petric in Gala-Form

Der Untergang der Aargauer war aber nicht alleine Honeys Verletzung zuzuschreiben, er zeichnete sich vom ersten Shuttlewechsel an ab. Vor allem Luka Petric wuchs über sich hinaus. Der slowenische Serienmeister packte im Aargau sein bestes Badminton aus. Alle Basler überzeugten mit starken Leistungen. So blieb der erwartete Erfolg von Matthew Honey und Joel Gayle im Männer-Doppel gegen Kasper Ødum und Christian Kirchmayr das einzige Erfolgserlebnis der Aargauer.

«Wir haben nie und nimmer mit einem solchen Resultat gerechnet, wir wären mit einem 4:4 vollauf zufrieden gewesen», kommentierte der zufriedene Rémy Matthey de l’Etang den Kantersieg. «Vor der Saison wollten wir den Abstieg vermeiden, jetzt sind wir unter den ersten Vier und es scheint plötzlich alles möglich. Was Argovia letztes Jahr gelungen ist, davon träumen wir.»