Handball

Der Abstieg nach drei Jahren NLB ist nun definitiv Tatsache

Kein Durchkommen für die Leimentalerin Carmen Kemberly (M.).

Kein Durchkommen für die Leimentalerin Carmen Kemberly (M.).

Nach der 27:29-Heimniederlage gegen Herzogenbuchsee stehen die Leimentalerinnen als NLB-Absteiger fest. Das angestrebte Saisonziel – die Aufstiegsrunde zu erreichen – wurde damit deutlich verfehlt.

Nach drei Jahren in der zweithöchsten Liga müssen die Leimentalerinnen den Gang in die 1. Liga antreten. Gegen Herzogenbuchsee vermochten die Baselbieterinnen ihre letzte kleine Chance nicht zu wahren und werden diese Saison auf dem letzten Tabellenplatz abschliessen.

Mit einem veränderten Kader stieg das Team aus dem Baselbiet in die Saison. Das Trainer-Duo Jürg Müller und Rückkehrer Michel Zbinden musste die Abgänge von Sandra Frossard (Oberwil) und Christine Rysler (Rücktritt) hinnehmen, welche gleich sechs Zuzügen gegenüberstanden. Dabei wurde der Rückraum mit Kimberly Carmine und Anja Herrera (beide ATV/KV Basel), Angela Krieger (Emmen) und Regula Reitnauer (Langnau) verstärkt, während mit Lea Steiner (Siggenthal/Wettingen) eine neue Torhüterin verpflichtet wurde. Aus dem eigenen Nachwuchs wurde Lea Oberholzer ins Fanionteam aufgenommen. «Unser Saisonziel war die Aufstiegsrunde, doch uns fehlte es im Abschluss an Selbstvertrauen», blickt Präsident Francesco Monteleone zurück.

Enttäuschung hält sich in Grenzen

Nachdem die Baselbieterinnen in der Hauptrunde nicht über den letzten Tabellenplatz hinauskamen, folgte seit Februar in der Entscheidungsrunde der Kampf um den Ligaerhalt. Schon bald zeigte sich, dass auch dies ein schwieriges Unterfangen ist. Gegen Herzogenbuchsee ging es um alles oder nichts. Wohl wären der Ligaerhalt oder die Barrage-Spiele rechnerisch noch möglich gewesen, die Leimentalerinnen hätten in den letzten drei Runden noch das Punktemaximum und Schützenhilfe benötigt. Gegen Herzogenbuchsee entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe auf. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nach einer 15:14-Pausenführung unter der Regie von Topskorerin Angela Krieger (9 Tore) schienen die Einheimischen ihren Funken Hoffnung noch am Leben zu halten. Sie führten nach 53 Minuten mit 27:25. Doch die Oberaargauerinnen vermochten in der Schlussphase die Partie noch zu wenden.

Wiederaufstieg als Ziel

Obwohl Leimental nach drei Jahren in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse den Weg zurück in die 1. Liga gehen muss, hielt sich die Enttäuschung bei den Spielerinnen und im Staff in Grenzen. «Nach der Niederlage vor Wochenfrist in Nottwil hat sich dieser Abstieg abgezeichnet», sagte Trainer Zbinden. Trotz des Abstiegs lobt der 30-jährige Coach den Teamspirit und zeigte sich erfreut, wie sich die jungen Spielerinnen in dieser Liga weiterentwickelten. «In der ausgeglichenen Gruppe fehlte es an der Konstanz», so Zbinden weiter.

Wird nun der sofortige Wiederaufstieg angestrebt, nachdem Leimental im Jahre 2011 ebenfalls mit dem Trainer-Duo Müller/Zbinden aufgestiegen war? «Wir wollen in die SPL2 zurück, doch setzen wir uns mit dem bevorstehenden Generationenwechsel nicht unter Druck», blickt Müller voraus.

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