Badminton
Der Allschwiler Christian Wackernagel ist der «Vater» der Swiss Open

Christian Wackernagel ist der «Mister Badminton» schlechthin in der Nordwestecke des Landes. Ihm ist es zu verdanken, dass es jährlich in der Sporthalle St. Jakob zum Aufeinandertreffen der 300 besten Spielerinnen und Spieler der Sportart kommt.

Willi Wenger
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Christian Wackernagel.

Christian Wackernagel.

Willi Wenger

Badminton ist Wackernagels Leidenschaft, quasi sein Beruf, dem er alles unterordnet. Nach dem Turner sei vor dem Turnier, sagt der 50-jährige Turnierdirektor, der in Bottmingen aufgewachsen ist. «Ich und mein Team beissen und kämpfen quasi das ganze Jahr mit Herzblut für das Turnier, nicht zuletzt auch um die Finanzen sicherzustellen». Der Haushalt des Weltklasseturniers ist beträchtlich – 1.4 Millionen Franken. «Rund ein Drittel wird durch Verrechnungskooperationen sichergestellt», kommentiert Christian Wackernagel, der auch das Engagement des Kantons Basel-Stadt sowie dasjenige des Standortkantons Basel-Landschaft würdigt. «Die Stadt stellt uns 80 000 Franken und die Landschaft 50 000 aus den Swisslos-Fonds zur Verfügung. Das ist für uns ein unverzichtbarer Betrag».

Dass der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft am kommenden Samstag den Ehrengastapéro ebenfalls zur Verfügung stellt, ist für den organisierenden Verein Badminton Swiss Open ein willkommenes «Zubrot».

Das Basler Turnier, welches seit 1991 besteht, funktioniert nur, weil über 200 Badmintonfreunde im Rahmen von Freiwilligenarbeit mehr als nur wertvolle Arbeit leisten. «Wir können in diesem Sinne keine Löhne zahlen. Entschädigungen erhalten nur einige wenige Personen, beispielsweise die Ressortverantwortlichen, die über die gesamte Turnierdauer Präsenz markieren müssen». Das war bis vor wenigen Jahren völlig anders.

«Die ersten Jahre machten wir Verlust», blickt Christian Wackernagel auf diese Pionierzeit zurück, wo auch Privatvermögen das Turnier am Leben erhalten haben. Heute ist diese Zeit glücklicherweise vorbei, auch dank der vielen Dutzend kleinen und grossen Supportern.

Diese aus Firmen, Privatpersonen, Vereinen wie Verbänden zusammengesetzte Gruppe steuert im Rahmen eines Solidaritäts-Engagements ebenfalls 50 000 Franken bei, eine für das Turnier wertvolle Summe. Die Badminton Swiss Open, welche Mitglied von Swiss Top Sport sind, sind dank dem selbst produzierten TV-Signal mehr oder weniger weltweit zu sehen. Fünfzehn Stationen , primär aus Asien, übertragen live. Für OK-Präsident Christian Wackernagel ist dies wichtig, um das Ansehen des Turniers und des Austragungsorts zu stärken. Die Marke «Basel» werde so dank Badminton international noch bekannter.