Zurzeit kommt das Schlafen im Leben von Marco Back definitiv zu kurz. Das 16-jährige Volleyball-Talent ist mehr oder weniger den ganzen Tag unterwegs. Neben der Schule trainiert Back viermal mit der NLA-Mannschaft von Smash 05. Diese Trainings dauern zwischen zwei und zweieinhalb Stunden. Dazu kommt der Weg mit dem öffentlichen Verkehr, der hin und zurück auch noch eineinhalb Stunden in Anspruch nimmt. Nur weil der Allschwiler die Sportklasse vom Gymnasium Bäumlihof besucht, ist das Mammutprogramm überhaupt erst möglich. Und als wäre dies nicht genug, nimmt der Volleyballer noch zweimal wöchentlich am Training der Talent School, das der Regionalverband Basel organisiert, teil.

Der Jüngste erhält Rückendeckung

Sein jugendliches Alter sorgt für Gesprächsstoff: «Es ist schon ein Thema, dass ich der Jüngste im Team und der gesamten Liga bin», erklärt der Allschwiler. Doch davon lässt er sich nicht beeindrucken. Die Mannschaft steht voll und ganz hinter ihm und hat ihn sehr gut aufgenommen. Auch die Zusammenarbeit mit Trainer Marc Fischer funktioniert einwandfrei. «Während der Beach-Saison hat er mich angefragt, ob ich zu Smash 05 wechseln möchte», sagt Back, der einer Volleyball-Familie entstammt und die ersten acht Jahre seiner Karriere dem SC Gym Leonhard angehörte, rückblickend. Fischer war sich bewusst, dass der Sportschüler Zeit benötigt, bis er sich an das hohe Niveau gewöhnt hat.

Ein Mannschaftssportler durch und durch

Mit 1 Meter und 77 Zentimetern ist Marco Back, der letzte Saison für den VBC Gelterkinden in der 2. Liga spielte, für einen Volleyballer vergleichsweise klein. Deshalb war klar, dass er spätestens auf dem Niveau der NLA eine verteidigende Aufgabe – mit Sicherheit nicht im Block – einnimmt. Der 16-Jährige, der sich nicht vorstellen könnte, eine Einzelsportart auszuüben, ist Libero. «Auf dieser Position kann ich mit Technik und der Fähigkeit, das Spiel zu lesen, gut und erfolgreich werden», weiss Back. Zudem schätzt er an seiner Aufgabe: «Wenn es mir gelingt, einen ultrastarken Smash abzuwehren, gibt mir das ein unbeschreibliches Gefühl.»

Konstanter und weniger nervös

Laufenburg-Kaisten feierte am Wochenende in Einsiedeln im siebten Spiel endlich den ersten Saisonsieg, ansonsten läuft es in der laufenden Spielzeit aber noch nicht nach Wunsch. Dies liegt mit Sicherheit nicht nur am Jüngsten im Team. «Unsere Mannschaft wurde auf diese Saison hin neu zusammengewürfelt, dies hat zur Folge, dass wir noch nicht genügend eingespielt sind», erklärt Marco Back. Persönlich setzt er sich zum Ziel, in den nächsten Spielen konstanter und weniger nervös aufzutreten. «Erfahrung sammeln steht momentan an erster Stelle», weiss Back.

Er setzt sich keinen unnötigen Druck auf, unbedingt Vollprofi zu werden. Er weiss genau, wie schwer das als Schweizer ist. «Es wäre natürlich ein Traum, in den Top-Ligen Russlands oder Italiens als Vollprofi mittun zu können.» Denkbar ist es allemal, denn die Unerfahrenheit wird bald kein Hindernis mehr bilden und von seiner momentan verhältnismässig kleinen Körpergrösse wird er sich bestimmt nicht aufhalten lassen.