Frauenhandball

Der ATV/KV Basel verliert nach einer starken Leistung unnötig einen Punkt

Basel hätte gewonnen – doch die Spielerinnen brachten nicht die nötige Einstellung und Kampfgeist dafür auf. (Symbolbild)

Basel hätte gewonnen – doch die Spielerinnen brachten nicht die nötige Einstellung und Kampfgeist dafür auf. (Symbolbild)

Das dritte Abstiegsrundenspiel im Zürcher Utogrund zwischen dem ATV/KV Basel und GC Amicitia Zürich endet unentschieden mit einem 26:26 (9:13).

Zum dritten Spiel der Abstiegsrunde reisten die Baslerinnen mit gemischten Gefühlen in die grösste Schweizer Stadt. Hauptgrund dafür war das miserable Spiel vom vergangenen Samstag gegen den BSV Stans. Aber die Baslerinnen spielten gegen engagierte Zürcherinnen ein starkes Match und hätten diese Partie nach einer Sechs-Tore-Führung anfangs zweiter Halbzeit eigentlich nicht mehr aus der Hand geben dürfen. Ein erfreuliches Comback nach langer Verletzungspause gab Timi Mezei.

Der Start gelang den aufopferungsvoll kämpfenden Zürcherinnen besser. Sie wollten eine gewisse Unsicherheit der Baslerinnen ausnutzen. Sie schafften es aber nicht, Basel deutlich zu distanzieren. So stand es nach gut 17 Minuten zwar 7:4 für GC Amicitia, aber man merkte bereits Mitte der ersten Halbzeit, dass die Baslerinnen besser ins Spiel kamen. Innerhalb von sieben Minuten gelang dem ATV/KV Basel die Wende und es stand nach gut 24 Minuten 9:7 für die Gäste. Basel hatte das Spiel unter der Führung der stark aufspielenden Romy Bachmann im Griff und konnte bis zur Halbzeit auf 13:9 davonziehen.

Basel brach ein

Auch der Start in die zweite Halbzeit gelang Basel ganz gut und man konnte die Führung in der 34. Minute auf sechs Tore ausbauen. Aber anstatt so weiterzuspielen und den Gegner weiter auf Distanz zu halten, wurden drei, vier leichtsinnige, unnötige Ballverluste gemacht, welche den Start zu einer Aufholungjagd der Zürcherinnen einläutete. Auch ein Time-out von Basels Trainer Roger Bertschinger half nur wenig. So kam GC Amicitia in der 48. Minute durch Anja Nötzli zum 20:20-Ausgleich.

Jetzt wurde es richtig dramatisch. Die Führung wechselte hin und her, keine Mannschaft schaffte einen Zwei-Tore-Vorsprung. So stand es in der 57. Minute 25:25 und die Spannung war nicht mehr zu überbieten. Najwa Salem gelang 100 Sekunden vor Schluss der Führungstreffer für die Zürcherinnen, welchen Romy Bachmann dann 30 Sekunden später mittels Penalty ausgleichen konnte. Das war es dann, beiden Teams gelang in den letzten 60 Sekunden kein Treffer mehr.

Einstellung und Kampfgeist überzeugte nicht vollends

So endete das Spiel mit einem leistungsgerechten 26:26. Die Zürcherinnen haben sich verdient einen Punkt geholt, weil alle Spielerinnen tadellos gekämpft hatten und nie aufgaben. Basel hat sich den Punkt aber ebenfalls verdient, weil die Mannschaft über weite Strecken ein sehr gutes Spiel abgeliefert hat. Wenn allerdings alle Basler Spielerinnen mit der nötigen Einstellung und dem Kampfgeist wie die Zürcherinnen gespielt hätten – vor allem in den letzten 20 Minuten – dann wäre der ATV als Sieger nach Hause zurückgefahren.

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