Karate

Der Ausgang ist für Ramona Brüderlin vorerst gestrichen

Ramona Brüderlin (links) gehört zu den Allerbesten in der Schweizer Karateszene.

Ramona Brüderlin (links) gehört zu den Allerbesten in der Schweizer Karateszene.

Für Prattlerin Ramona Brüderlin stehen mit der U21-WM und der Schweizer Meisterschaft die Saisonhighlights noch bevor. Sie hat an der SM neben besten Chancen auf den Sieg in der U21-Kategorie auch in der Elite einiges mitzureden.

Nur einmal schaffte es Ramona Brüderlin in dieser Saison, nicht aufs Podest zu kommen. Beim 5. Platz am K1 Premier League Turnier im holländischen Dordrecht. «Schade, denn der 3. Rang wäre greifbar gewesen», erinnert sich die Prattlerin. Trotzdem bezeichnet Brüderlin den Abstecher nach Holland als einen der prägendsten Momente in diesem Jahr. «Sich mit der Elite des Karatesports messen zu können, ist eine wichtige Erfahrung. Wenn ich dann noch mithalten kann, ist es natürlich umso schöner.»

Keine Frage, die 19-Jährige ist auf Kurs. In der Schweiz kämpft die Baselbieterin in der U21-Kategorie in ihrer eigenen Liga. An allen drei Swiss Karate League Turnieren – die für die Schweizer Meisterschaft im November zählen – holte sie sich den 1. Platz. Als Titelverteidigerin gilt Brüderlin an der SM am 23. November in Fribourg erneut als unumstrittene Kronfavoritin in der +60kg-Klasse. Auch in der Elite liebäugelt die KV-Lernende nach dem 2. Rang im Vorjahr mit einem Sieg.

WM-Zielsetzung ein Geheimnis

Bescheidener gibt sich Brüderlin hinsichtlich der U21-WM im spanischen Guadalajara, die heute in einer Woche beginnt. «Ich habe mir ein Minimal- und ein Maximal-Ziel formuliert. Diese würde ich aber gerne für mich behalten», sagt sie. Für die Athletin des Budo Sport Center Liestal ist es die erste WM-Teilnahme, entsprechend schwer lässt sich die Ausgangslage abschätzen. Einzig die internationalen Turniere – wie das K1 in Dordrecht – schaffen gewisse Anhaltspunkte. «Am Ende spielen sowieso unvorhersehbare Komponenten mit. Welche Gegner werden mir zugeteilt? Stimmt meine Tagesform?», blickt Brüderlin voraus. Deswegen sieht sie dem Wettkampf gelassen entgegen.

Volle Konzentration dem Sport

So oder so – auch in dieser Saison setzt die Gewinnerin des Baselbieter Förderpreises 2012 nahtlos an die Erfolge vom Vorjahr an. «Es ist schön zu sehen, dass sich die eiserne Disziplin kontinuierlich auszahlt», sagt Brüderlin. Dank der Unterstützung der Leistungssport-Förderung Baselland kann sie sich – trotz einer 100-Prozent-Anstellung in einem Liestaler Unternehmen – voll und ganz auf den Sport konzentrieren. Denn trainiert wird täglich. Meistens sogar zwei Mal.

Gefeiert wird am Ende der Saison

Brüderlin setzt ihre Prioritäten rund um ihren Sport, auch wenn gewisse andere Dinge hinten anstehen müssen. «Ich habe meinen Mädels gesagt, dass sie in den nächsten Wochen ohne mich in den Ausgang müssen», sagt Brüderlin schmunzelnd. Läuft alles, wie bisher, gibt, es zum Ende der Saison wohl noch den einen oder anderen Anlass zum Feiern. Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben.

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