Hallenhockey
Der Basler HC hat die frühe Führung aus den Händen gegeben

Die Baslerinnen unterliegen Rotweiss Wettingen im Finale in Luzern mit 4:1 – wegen physisch überlegener Gegner. Der grosse Coup war aber in erreichbarer Nähe.

Jürg Schumacher
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Der Basler HC verliert das Finale gegen Rotweiss WEttingen
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Die Baslerin Sandra Breitschmid (links) im Zweikampf gegen die Luzernerin Sabrina Maillard.
Sandra Breitschmid (Mitte) beschäftigt die Luzerner Hintermannschaft.
Allen Grund zur Freude; Jubelnde Baslerinnen.
Energisch :Basel Trainerin Claudia Schudel gibt Anweisungen.
Monika Müller (Basel) mit einer gelungenen Parade.

Der Basler HC verliert das Finale gegen Rotweiss WEttingen

Alexander Wagner

Mit einem 1:0-Erfolg gegen die Gastgeberinnen Luzerner SC stiess das Frauenteam des Basler HC ins Endspiel vor. Das Siegestor hatte Sandra Breitschmid in der 35. Minute erzielt. Vor allem nach der Pause waren die Dybli das bessere Team. Der vermeintliche Heimvorteil schien die Innerschweizerinnen eher zu hemmen.

Im grossen Finale gegen den haushohen Favoriten und Seriensieger Rotweiss Wettingen gingen die Baslerinnen nach einer Strafecke durch Anthonysamy überraschend in Führung. Rotweiss vermochte zu reagieren. Bugmann traf für die Aargauerinnen zwei Minuten später ebenfalls auf die kurze Ecke zum Ausgleich. Trotz einiger Probleme im Aufbau blieb Rotweiss Wettingen spielbestimmend, doch die Dybli hielten sehr gut dagegen. Rotweiss-Captain Stephanie Wälti, die beste Spielerin auf dem Feld, konnte acht Sekunden vor dem Halbzeitpfiff die ansonsten solide Basler Abwehr um Goalie Monika Müller zum 2:1 bezwingen.

Mit einem Sololauf erhöhte Stephanie Wälti nach der Pause auf 3:1. Die Baslerinnen kämpften weiterhin beherzt und brachten Rotweiss mehrmals in Bedrängnis. Bei einigen Konterangriffen wäre beinahe der Anschlusstreffer geglückt. Doch es war wiederum die grandios aufspielende Stephanie Wälti, die mit ihrem dritten Treffer zum 4:1-Endstand für die Aargauerinnen alles klar machte. Das deutliche Ergebnis täuscht. Der BHC war nicht weit weg vom ganz grossen Coup.

Rotweiss physisch überlegen

Basel-Trainerin Claudia Schudel sagte nach der Partie: «Wir zeigten eine ansprechende Leistung. Vor allem im ersten Abschnitt hat man gesehen, dass wir mit Rotweiss Wettingen durchaus mithalten können». Ihr Team sei gegen Schluss etwas eingebrochen, weil die Aargauerinnen vor allem physisch überlegen waren. Claudia Schudel will mit ihrem Team an dieser Schwäche arbeiten. «Es braucht eine stärkere Trainingspräsenz und noch mehr Engagement, wenn wir auf das Niveau von Rotweiss kommen wollen.» Unter dem Strich sei die Hallensaison mit Platz zwei für die Dybli aber sehr zufriedenstellend verlaufen. In der Tat, der Vizemeistertitel darf sich durchaus sehen lassen.