Laufsport
Der Basler Stadtlauf peilt die nächste «Nullstelle» an

Der Stadtlauf zog bei seiner 31. Austragung 9200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Bei der nächsten Auflage peilen die Organisatoren gar die «Schallmauer» von 10000 Startenden an.

Fabian Kleeb
Merken
Drucken
Teilen
Sabine Fischer war mit dem 3. Rang beste Schweizerin.
10 Bilder
Jane Muia wiederholte ihren Vorjahressieg.
Der Stadtlauf zog die Massen an.
"Binggis Buebe" in den Gassen.
Impressionen vom 31. Basler Stadtlauf
Start der Elite Männer.
"Biggis Meitli" Hand in Hand unterwegs.
Volle Gassen.
Ein Event für jedermann.
Der Spass steht im Vordergrund.

Sabine Fischer war mit dem 3. Rang beste Schweizerin.

PHOTOPRESS

Mehr laufbegeisterte Sportler standen einzig bei der letztjährigen Jubiläums-Ausgabe des Basler Stadtlaufs am Start. Die diesjährige Teilnehmerzahl von 9200 ist höchst erfreulich. Doch wie der Speaker nach Bekanntgabe dieser Zahl verkündete, soll bei der Austragung 2014 gar die Schallmauer von 10 000 Startenden durchbrochen werden.

Bedenkt man, wie voll die Basler Innenstadt in diesem Jahr bereits war, kommen bezüglich Knacken des Teilnehmerrekords zwar ein paar Zweifel auf. Doch nach dem durch und durch reibungslosen Ablauf des diesjährigen Events wären die Basler Organisationstalente wohl sicherlich auch in der Lage, noch einige hundert Läufer und Zuschauer mehr für einige Stunden in den stimmungsvollen, weihnachtlich geschmückten Gassen unterzubringen.

Regionale Athletinnen und Athleten waren bei den Siegerehrungen auf dem Marktplatz natürlich wacker vertreten. Nach der feierlichen Entgegennahme ihrer verdienten Medaillen und Preise befragte «Die Nordwestschweiz» fünf regionale Kategoriensieger.

Ramon Steiner aus Birsfelden gewann bei den Binggis Buebe U6, der allerjüngsten Kategorie des Laufes. Bei seiner zweiten Teilnahme am Stadtlauf gewann er zum ersten Mal. Auf der 1km langen Strecke erkämpfte er sich auf seine Konkurrenz einen Vorsprung von 15 Sekunden und mehr. «Ich hatte sogar noch etwas Reserven», sagte der Youngster nach Entgegennahme der Goldmedaille im Stile eines Routiniers. Die Karriere eines grossen Läufers ist lanciert.

Michelle Bossart hatte beim Rennen eine Menge Spass. Dazu kam für die Athletin der LAS Old Boys Basel auch noch der Erfolg, den sie bei den U10-Schülerinnen feiern durfte. Bei ihrer mittlerweile fünften Teilnahme schaffte sie es erstmals aufs Podest und durfte gleich das oberste Treppchen besteigen. Ihr Rezept: «Beim Start Gas geben, danach geht es von selbst und ist gar nicht mehr allzu anstrengend.» Die Teilnahme im nächsten Jahr ist für die strahlende Siegerin selbstverständlich.

Gabriel Lombriser realisierte nach dem letztjährigen Triumph bei der diesjährigen Austragung seinen zweiten Sieg in der Kategorie M30. Der Software-Entwickler aus Büsserach startete bereits zum 16. Mal. «Der Basler Stadtlauf hat bei mir Tradition», erklärt er. Für den Triathleten läutet der Lauf das Wintertraining ein. Auch ganz wichtig am Stadtlauf für ihn: «Nach getaner Lauf-Arbeit mit Freunden etwas Feines essen und dann noch ein wenig in den Ausgang gehen.»

Hanni Hueber aus Grellingen dominierte die Kategorie F60 – auf die Zweitplatzierte hatte sie mehr als eine Minute Vorsprung. Für Hueber war der Basler Stadtlauf dazumal einer ihrer ersten Läufe überhaupt. Und sie kommt immer wieder gerne hierhin zurück, denn die Anreise ist kurz und die Beleuchtung sorgt für eine einmalige Atmosphäre. «Heute ging ich an den Start, um zu gewinnen», sagte die Läuferin, die in den letzten Jahren den Sprung aufs Podest immer schaffte, im Ziel.

Urs Frey gelang an seinem Heimlauf eine hervorragende Leistung. Der Riehener war noch schneller als im Vorjahr und triumphierte in der Kategorie M65 mit fast eineinhalb Minuten Vorsprung. Der 68-Jährige trainiert 50-70km pro Woche, um erfolgreich zu sein. Beim Basler Stadtlauf hat der Halbmarathon-Schweizermeister ein beeindruckendes Palmarès aufzuweisen. In den letzten neun Jahren stand er immer auf dem Podest und feierte dabei vier Siege.