Fussball

Der Basler Traditionsverein Black Stars bereitet akribisch die nächste Erstliga-Spielzeit vor

Der FC Black Stars startet gegen Muri in die Saison.

Der FC Black Stars startet gegen Muri in die Saison.

Seit zwei Wochen hat der FC Black Stars das Training im Hinblick auf die am 6. August 2016 beginnende Meisterschaft aufgenommen. Die „Schwarz-Sterne“ werden da­bei im Auftaktspiel auf den FC Muri treffen. Die Aargauer waren übrigens auch in der Saison 2015/16 der letzte Rivale auf dem Buschwei­lerhof gewesen.

Anlässlich des Black-Stars-Cup, der am letzten Samstag mit der Partie des SC Binningen (2. Liga interregional) gegen den FC Concordia (2. Liga regional) – der Vergleich endete mit einem ungefährdeten 6:2-Erfolg des Oberklassigen – begonnen hat, erklärte Black-Stars-Trainer André Fimian: „Ich habe kein Saisonziel“. Wer aber den ehemaligen Natio­nalliga-Stürmer kennt, weiss genau, dass dies nichts mit fehlenden Ambitionen zu tun hat. Ganz im Gegenteil. Nach einem Schmunzeln erklärt der SFV-Instruktur und Inhaber einer der ältesten Schweizer Fussball-Schulen: „Wir deklarieren unsere Ziele Woche für Woche, weil wir jedes Spiel gewinnen wollen“.

Dass dies keine leeren Phrasen sind, bewies Fimian in der Rückrunde der Spielzeit 2015/16. Der Zürcher, welcher in der Winterpause das Amt von ex-Nationalspieler Benja­min Huggel übernommen hatte, legte mit dem FCBS die beste Rückrunde aller Teams der Erstliga-Gruppe 2 hin. Für die Teilnahme an den Aufstiegsspielen fehlten zwei Punkte.

Kroatien, Slowenien, Schottland, Bulgarien und Ungarn

Der FC Black Stars wird die nächste Saison mit einer Equipe bestreiten, die noch mehr Substanz hat. Drei Abgängen stehen acht Zuzüge gegenüber, so dass das Kader derzeit 27 Spieler umfasst. „Es wird sicher noch eine Art Sichtung geben; wir haben jedoch auch eine zweite Mannschaft, welche in der regionalen 2. Liga eine gute Rolle spielen soll“, er­klären Trainer Fimian und Sportchef Peter Faé unisono.

Bei der gestrigen Partie zwischen dem FC Black Stars und Concordia (3:0) gab ein Mann auf dem Sportplatz Buschweilerhof sein Debüt, der über eine illustre, teils schillernde Fussball-Karriere verfügt. Mihael Kovacevic ist ein gebürtiger Kroate, der am 6. März 1988 in Basel geboren wurde. Er ist mit seinen 193 Zentimetern eine imposante Er­scheinung und strahlt Aura und zugleich Ruhe aus. Er wurde als Junior beim BSC Old Boys gross, bevor er auf die Saison 2007/08 hin zu Dinamo Zagreb, in die U19, wechselte. Danach folgte ein Ausleihjahr beim FC Koper (1. slowenische Division).

Danach folgten Engagements bei Dundee United (höchste schottische Liga), ein Gastjahr beim NK Zadar (Kroatien), eine Rückkehr nach Schottland zu Ross County. Die Reiserei führte den Basler-Kroaten danach zum PFC Beroe Stara Zagora nach Bulgarien, wo Ko­vacevic ebenfalls in der Spitzenklasse spielte. Seine letzte ausländische Spielstation war der FC Spartacus Nyíregyháza aus der obersten ungarischen Liga, bevor der zweifache Schweizer U21-Nationalspieler im letzten Jahr in die Schweiz zurückkehrte und sich dem Stammverein Old Boys anschloss.

Auf diese Saison hin hat er das gelb-schwarze OB-Tenü gegen das schwarz-weisse Dress des FC Black Stars getauscht. Und gab gestern Abend seinen Einstand. Unaufgeregt, do­minant, souverän, auch wenn „Congeli“ selbstverständlich über keine Angreifer verfügt, die Mihail Kovacevic allzu sehr (heraus-)forderten. Aber alleine seine Präsenz flösst den Riva­len Respekt, seinen Teamkollegen Vertrauen ein.

Dass der Marktwert im Oktober 2010 auf 700'000 Euros eingeschätzt wurde, sei ebenso vermerkt wie die Tatsache, dass sich Dundee United seinerzeit den Zuzug von Kovacevic aus Koper rund 300'000 Euros kosten liess.

Cup-Hit gegen St. Gallen zuhause

Zum dritten Male in den letzten fünf Jahren wird der Basler Quartierverein im Schweizer Cup in der 1. Hauptrunde auf einen Super-League-Klub treffen. Musste man gegen den FC Zürich im ersten Duell in den St. Jakob-Park ausweichen, trug man den zweiten Ver­gleich gegen den FCZ im Stadion Schützenmatte aus. Heuer jedoch, gegen den FC St. Gallen, wird der Cup-Hit auf dem heimischen Sportplatz Buschweilerhof ausgetragen. Aus­getragen wird diese Partie am Montag, den 8. August, der Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Damit ist auch die gestrige Meldung in einer anderen Tageszeitung widerlegt, wonach kein Spielort möglich sei und gar ein Forfait drohe…).

Selbstverständlich wird der „Buschwilerhof“ einige Modifikationen erfahren und das Sicherheitsdispositiv wird der Partie angepasst. Doch Sportchef Faé lässt sich darob nicht aus der Ruhe bringen und blickt „dem Fussball gelassen und optimistisch entgegen“. Und Cheftrainer Fimian gibt auch für diese Partie keine Vorgabe. „Habe ich nicht gesagt, dass wir einfach jedes Spiel gewinnen wollen“, tadelt er den Fragesteller/Journalisten. Der frü­here GC-Angreifer spielte übrigens selber während dreier Saisons (1983 bis 1986) bei den „Espen“. „Ach, das ist lange her. Und eine andere Geschichte aus einer anderen Zeit“, so Fimian.

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