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Der Bomber der Nation: Frei lässt Messi hinter sich

Die International Federation of Football History and Statistics errechnet jedes Jahr aufs Neue den Welt-Torjäger des 21. Jahrhunderts. Alex Frei schafft es beinahe in die Top Ten.

Patrick Pensa
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Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Mit der U21 schafft es Frei 2002 bis ins Halbfinale der EM.
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Alex Frei erzielt als 21-Jähriger in seinem dritten Länderspiel gegen Luxemburg bereits einen Hattrick
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere An der Euro 2004 macht Frei als Lama weltweit Schlagzeilen
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Der Sprung ins Ausland: Frei spielt 2002-2006 für den französischen Club Stade Rennais, wo er 2005 mit 20 Saisontoren zum erfolgreichsten Torschützen der Ligue 1 wird. Die nächsten drei Saisons spielt Frei für Borussia Dortmund, wo er insgesamt 37 Tore erzielt.
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere 2008 folgt der nächste Tiefschlag. Frei verletzt sich im ersten Spiel der Euro und fällt für das gesamte Heimturnier aus
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Für Frei ist das Turnier schon nach wenigen Minuten vorbei
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Unter Tränen verlässt er das Feld (rechts Christian Meissgeier)
Das sind die Höhen und Tiefen seiner Karriere
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere An Krücken kommt er auf den Platz zurück, um seine Teamkollegen anzutreiben
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere 2009 holt der FCB Frei in die Heimat zurück. Frei verspricht Pokale.
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere 2010 pfeifen die Fans der Nationalmannschaft Frei aus – er ist ihnen zu ehrgeizig und verbissen
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere 2011 ziehen Frei und Kumpel Streller einen Schlussstrich und treten aus der Nati zurück
Wie man ihn kennt: Alex Frei in Siegerpose. Der Ehrgeiz habe ihm rückblickend sehr geholfen. Beim FCB aber ist Frei weiterhin Gold wert, wird zweimal Torschützenkönig.
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Frei wird mehrmals als Spieler des Jahres ausgezeichnet
Alex Frei ist Axpo Player of the Year
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Auch international feiert er Erfolge mit dem FCB (hier gegen die Roma)
Beim legendären 3:3 im Old Trafford erzielt Frei zwei Tore.
Und er hält sein Versprechen: Er holt Pokale mit dem FCB, zwei Cupsiege und drei Meisterschaften
Am 15. November 2012 gibt Frei seinen Rücktritt bekannt.

Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Mit der U21 schafft es Frei 2002 bis ins Halbfinale der EM.

Keystone

Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder Zlatan Ibrahimovic: keiner von ihnen schafft es in die Top Ten der besten Torjäger des 21. Jahrhunderts. Sie kommen auch nicht an Alex Frei vorbei, der mit 69 Treffern den elften Rang erobert hat.

Die Statistiker berücksichtigen alle Treffer aus Länderspielen, von der olympischen Endrunde, der Weltmeisterschaft und der europäischen Wettbewerbe, nicht aber der Landesmeisterschaften. Seit 2001 wird die Liste alljährlich aktualisiert und durch Addition der erzielten Tore jeweils der führende Torjäger des Jahrhunderts erfasst.

Nach elf Jahren führt der Afrikaner Didier Drogba vom Chelsea FC die Liste mit 92 Toren an. Er steht vier Treffer vor dem deutschen Miroslav Klose, der aktuell bei Lazio Rom seine Tore feiert, in den letzten zehn Jahren aber schon für Kaiserslautern, Werder Bremen und die Bayern stürmte. Der deutsche Torjäger profitiert aber vor allem von seinen WM-Toren. Drogba und Klose haben in diesem Jahr den bisherigen Dominatoren, Ruud van Nistelroy, überholt, der nun an dritter Stelle auftaucht.

Die besten Torschützen

1. Didier Drogba (Chelsea): 92 Tore.

2. Miroslav Klose (Lazio): 88 Tore.

3. Ruud van Nistelroy (Málaga): 87 Tore.

4. Thierry Henry (New York): 85 Tore.

5. Samuel Eto'o (Machatschkala): 84 Tore.

6. David Villa (Barcelona): 80. Tore.

7. Raul (Schalke): 75 Tore.

8.Flávio da Silca Amado (Al-Shabab): 74. Tore.

9. Dimitar Berbatov (ManU): 72 Tore.

10. Andrej Shevchenko (Kiew): 72 Tore.

11. Alexander Frei (Basel): 69 Tore.

12. Lionel Messi (Barcelona): 69 Tore.

13. Cristiano Ronaldo (Real Madrid): 66 Tore.

Auf den weiteren Rängen folgt das Who’s who der Stürmerwelt: Thierry Henry, Samuel Eto’o, David Villa und Schalkes Raul. Nicht unter die besten zehn reicht es den Superstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi, die bislang vor allem in den Landesmeisterschaften brillierten. Messi befindet sich aber auf einem Sturmlauf und erzielte im letzten Jahr die grösste Verbesserung. Momentan liegt er hinter Frei, weil die Länderspieltore stärker gewichtet werden. Seine fünf Champions-League-Tore vorgestern gegen Leverkusen dürften ihn wohl definitiv in die Top Ten katapultieren.

1. Didier Drogba ist die Nummer 1.
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2. Der deutsche Nationalspieler ist in blendender Form.
3. Ruud van Nistelrooy im Trikot seines ehemaligen Klubs HSV.
4. Thierry Henry bei seiner kurzweiligen Engagement bei Arsenal.
5. Auf Samuel Eto'o wartet ein Geldregen bei Anschi.

1. Didier Drogba ist die Nummer 1.

Keystone

Frei mit Abstand bester Schweizer

Basel-Stürmer Alex Frei, der trotz seines Nati-Rücktritts mit 42 Toren Schweizer Rekordtorschütze ist, steht als einziger Schweizer überhaupt in der Liste der besten 100. Allerdings gibt es einen weiteren Akteur mit Basler Vergangenheit: Mladen Petric. Der Kroate, der aktuell beim Hamburger SV spielt, bringt es auf 38 Tore und landet damit auf Position Nummer 90. Am stärksten vertreten in der Statistik ist Brasilien und Argentinien mit je sieben Spielern.