Alle 18 Leistungsturnerinnen des Nordwestschweizerischen Kunst- und Geräteturnzentrums Liestal (NKL) starten am Wochenende in Rüti im Zürcher Oberland an den Schweizer Juniorinnen-Meisterschaften (SJM). An mehreren Qualifikationswettkämpfen holten sie sich dazu die Berechtigung.

«Wir haben uns gut vorbereitet und sind zuversichtlich. Wenn die Tagesform stimmt, sollte einiges möglich sein», sagte der neue Frauencheftrainer, Ulf Hoffmann. Für den Nachfolger von Roland Brückner sind die SJM noch aus einem anderen Grund wichtig: «Sie zählen auch für die Kaderqualifikationen für das nächste Jahr, deshalb haben wir bereits neue Elemente trainiert».

Nach dem Rücktritt von drei Leistungssportlerinnen ist Nadine Schulz die einzige regionale Turnerin, die bei den Juniorinnen im Programm P5, startet. Besser sieht es in den anderen Kategorien aus. Gleich fünf Turnerinnen nehmen den Wettkampf im P4 auf. Mit Anja Schwarz stellt das NKL sogar eine Favoritin. Weil die Qualifikationssiegerin, Fiona Ulrich, zurzeit unstabil turnt, ist deren Einsatz für die Mannschaftswertung noch ungewiss. Als Ersatz kommt Nicole Wenger infrage. Gesetzt ist Caroline Raphael. Ronja Weibel ist die fünfte P4-Turnerin.

Heisse Kandidatin auf den Sieg

Im P3 hat Luisa Ulrich in den Qualifikationswettkämpfen mit zwei Siegen und einem zweiten Rang den besten Eindruck hinterlassen. Nur beim vierten und letzten Wettkampf verpasste sie knapp das Podest. «Wenn sie ohne Fehler durchkommt, ist sie eine heisse Kandidatin auf den Sieg», prophezeit der Cheftrainer. Alisha Thaller und Melanie Matter haben sich ebenfalls qualifiziert.

Lynn Schulz, Viviane Schwarz und Vanja Dunkel bilden im P2 ein starkes und ausgeglichenes Trio, das vor allem in der Teamwertung zu beachten ist. Mit Nathalie Fehr wird noch eine vierte hoffnungsvolle Turnerin im Einsatz sein.

Die fünf P1-Turnerinnen Alessia Scariti, Jasmin Hering, Sarah Hunziker, Natalie Wichtermann und Samira Martin geben ihr Debüt an den SJM. Mit einem guten Abschneiden können sie sich wertvolle Punkte für die im Spätherbst anstehenden Kaderqualifikationen sichern.